Der Devisen- oder Forexmarkt ist ein globaler Markt für den Austausch von Währungen. Möglicherweise haben Sie im Zusammenhang mit dem Devisenhandel bereits den Begriff “Währungspaare” gehört. In diesem Beitrag erfahren Sie, was genau Währungspaare sind, welche Arten es gibt, welche die bekanntesten Währungspaare sind und was genau Währungsparitäten darstellen.
Was sind Währungspaare?
Der Forexmarkt ermöglicht den Handel mit Währungspaaren. Währungen werden stets als Paar getradet. Kaufen (oder verkaufen) Sie eine Währung, verkaufen (und kaufen) Sie damit automatisch eine andere Währung.
Bei jedem Handel mit Währungspaaren gibt es eine Basis- und eine Notierungswährung. Ein Beispiel für ein Währungspaar ist EUR/USD. Für die Beschreibung von Währungspaaren werden die offiziellen Kürzel verwendet.
Auf der linken Seite steht die Basiswährung, in diesem Fall der Euro. Auf der rechten Seite steht im Beispiel der US-Dollar, was hier der Notierungswährung entspricht. In den globalen Währungsgeschäften sind vor allem der US-Dollar, der Euro und der Japanische Yen von Bedeutung. Beim Handel mit Währungen ist es oftmals das Ziel, Schwankungen von Währungen auszunutzen, um Gewinne zu erzielen.
Währungen können sich volatil verhalten. Sie sind beispielsweise besonders volatil, wenn wichtige Daten veröffentlicht werden. Dazu gehören beispielsweise das BIP, die Inflationsraten, Arbeitslosenquote oder andere wichtige Zahlen im Bereich der Wirtschaft.
Das bringt den Vorteil mit sich, dass der Zeitpunkt der Veränderung vorhersehbar sein kann. Ökonomische Veränderungen werden von Forexhändlern genauestens verfolgt. Die hohe Liquidität kann zudem zu niedrigen Spreads führen.
Währungspaare traden - Welche Arten gibt es?
Grundsätzlich gibt es vier Kategorien von Forexpaaren, die Sie kennen sollten: Hauptwährungen, Rohstoffwährungen und Cross Currencies oder Kreuzwährungspaare.
- Hauptwährungen: Diese Kategorie beinhaltet die Währungen, die am häufigsten getradet werden. Bei diesen Währungen ist der US-Dollar stets eine der beiden Währungen. Es gibt keine offizielle Anzahl von Hauptwährungen, weshalb die entsprechenden Listen unterschiedlich lang ausfallen können.
- Rohstoffwährungen: Hierbei handelt es sich um Währungspaare, deren Wert eng an den Wert eines bestimmten Rohstoffes verknüpft ist. Das können Kohle, Öl oder Erze sein. Ein Beispiel dieser Rohstoffwährungen ist das Währungspaar USD/CAD.
- Kreuzwährungspaare: Zu dieser Kategorie gehören Währungspaare, die sich aus zwei Hauptwährungen zusammensetzen und den US-Dollar nicht beinhalten. Klassische Beispiele sind EUR/GBP oder EUR/JPY.
- Exotics oder Minors: Solche Währungspaare enthalten mindestens eine Währung, die nicht als Hauptwährung eingestuft wird. Für Anfänger im Forexhandel sind diese Währungen ungeeignet, da sie häufig nicht sehr liquide sind und die Spreads hoch sein können.
Major Währungspaare
Wie bereits erwähnt, unterscheidet sich die Anzahl der Hauptwährungen je nach Quelle. Hier sind beispielhaft einige besonders bekannte Währungspaare aufgezählt:
- USD/JPY (US-Dollar und Japanischer Yen)
- EUR/USD (Euro und US-Dollar)
- USD/CHF (US-Dollar und Schweizer Franken)
- GBP/USD (Britisches Pfund und US-Dollar)
Das häufigste gehandelte Währungspaar ist EUR/USD. Das kommt daher, da der europäische Binnenmarkt und Amerika die beiden größten Wirtschaftsräume darstellen. Hiermit kommt es zu täglich hohen Transaktionsvolumen der beiden Währungen, wodurch eine hohe Liquidität und geringe Spreads entstehen.
Der Wert des Währungspaars ist von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dazu gehören beispielsweise die Zinssätze, die von der Federal Reserve (amerikanische Notenbank) und der Europäischen Zentralbank festgelegt werden.
- Grundsätzlich werden Währungen mit höheren Zinssätzen stärker nachgefragt
- Wenn die Europäische Zentralbank die Zinsen stärker anhebt als die amerikanische Notenbank, ist davon auszugehen, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar stärker aufgewertet wird
Währungsparitäten
Der Begriff Währungsparität wird verwendet, wenn es beim Handel zwischen zwei Währungen einen festgelegten Umrechnungskurs der einen Währung in die andere Währung gibt. Somit ist das Tauschverhältnis der beiden festgelegt.
Eine Währungsparität kann nur durch eine Vereinbarung zwischen zwei Ländern entstehen, die sich auf einen Umrechnungskurs einigen. Heute sind Währungsparitäten nicht üblich. Im Normalfall entstehen flexible Wechselkurse, basierend auf Angebot und Nachfrage.
Währungsparitäten können sinnvoll sein, wenn sie Transaktionskosten senken und den Handel mit internationalen Gütern und Kapital erleichtern. Dadurch können Import und Export erleichtert werden, da Planungssicherheit gewährleistet werden kann und das Währungsrisiko beseitigt wird.
Fazit: Währungspaare am Forexmarkt handeln
Am Forexmarkt werden Währungen gehandelt, die stets als Paar auftreten. Dabei gibt es eine Basis- und eine Notierungswährung. Der Devisenhandel kann volatil sein, was besonders mit wichtigen ökonomischen Kennzahlen wie der Arbeitslosenquote oder der Inflationsrate zusammenhängt.
Währungen werden eingeteilt in Hauptwährungen, Rohstoffwährungen, Kreuzwährungen oder Cross Currencies und Ecotics oder Minors. Die wichtigste Gruppe stellt die Kategorie der Hauptwährungen dar, die am häufigsten gehandelt werden und stets den US-Dollar als Währung in den Währungspaaren beinhalten.
Das wichtigste Beispiel ist das Währungspaar EUR/USD, das am meisten gehandelt wird. Es kommt zu hohen Transaktionsvolumen, einer hohen Liquidität und geringen Spreads. Die Entwicklung von Währungen hängt beispielsweise auch von den Veränderungen der Zinsen ab.