TradingView ist eine beliebte Handelssoftware, die Marktanalysen auf professionellem Niveau erlaubt. Die cloudbasierte Anwendung bietet umfassende Analysemöglichkeiten, Charting-Werkzeuge, Listen, Filter und vieles mehr.
Zudem können Arbeitsschritte innerhalb des Programms automatisiert werden. TradingView lässt sich direkt mit einem CapTrader-Depot verbinden. Haben Händler über die Software einen lukrativen Trade entdeckt, können sie diesen direkt über ihren Broker ausführen.
Wichtige Daten zu TradingView
Das US-Unternehmen TradingView wurde 2011 gegründet und feierte mit seiner Charting-Software schnell große Erfolge. Heute sieht sich das Unternehmen als Kombination aus sozialem Netzwerk und Softwareanbieter.
Nach eigenen Angaben verfügt man heute über mehr als 100 Millionen aktive Nutzer. Als wichtigster Treiber für dieses Wachstum gilt vor allem der vergleichsweise einfache und günstige Einstieg über eine praktische Weboberfläche.
TradingView steht als Desktop-App, Mobile App oder als Webseite/im Browser zur Verfügung.
Unterstützte Märkte und Assetklassen
TradingView bedient alle relevanten Finanzmärkte, wie Aktien, ETF, Indizes, Kryptowährungen Forex, Rohstoffe, Anleihen, Futures oder Optionen.
Bei den Handelsplätzen besteht ebenfalls eine große Auswahl. Zeitversetzte Kursdaten stehen allen Nutzern kostenlos zur Verfügung. Wer Echtzeitdaten benötigt, muss dafür jedoch häufig eine Gebühr (für private Händler zwischen 2 und 10 € pro Monat, je nach gewünschter Börse) entrichten.
Einschränkungen gibt es zudem bei der Anzahl der Analysewerkzeuge. Auch hier ist ein kostenpflichtiges Upgrade erforderlich, um auf professionellem Niveau zu handeln.
Analyse-Funktionen
Die TradingView Software bietet sehr umfangreiche Möglichkeiten zur Analyse von Assets und Märkten. Zu den wichtigsten Funktionen zählen:
Charting
Charting ist eine Kernfunktion von TradingView. Es handelt sich um eine visuelle Analyse von Diagrammen der Kurse, Preisentwicklungen und anderen Daten.
Ein leistungsfähiges Chartingprogramm wie TradingView ist für diese Tätigkeit unerlässlich. Es bietet:
- Zahlreiche Charttypen (Kerzen, Linien, Heikin Ashi u. a.)
- Flexible Zeitintervalle von Sekunden bis Monate
- Mehrere Charts gleichzeitig in unterschiedlichen Layouts
Zudem können Nutzer die Indikatoren, Zeichenwerkzeuge und Templates individuell kombinieren und so eigene Analyseprozesse entwickeln.
Technische Indikatoren
Bei den technischen Indikatoren handelt es sich um mathematische Berechnungen und Werkzeuge, mit denen Händler günstige Gelegenheiten erkennen wollen. TradingView bietet eine umfangreiche Bibliothek solcher Indikatoren und kann so bei der Marktanalyse unterstützen.
Dazu zählen zum Beispiel:
- Klassiker wie RSI, MACD und gleitende Durchschnitte
- Volumen- und Volatilitätsindikatoren
- Community-Indikatoren aus der TradingView-Bibliothek
Auch hier ist eine Kombination beliebiger Indikatoren möglich, was einen hohen Grad an Personalisierung erlaubt.
Fundamentaldaten
Die Fundamentalanalyse ist das klassische Gegenstück zu den technischen Indikatoren: Hier werden betriebswirtschaftliche und externe Faktoren untersucht, um die Preise speziell von Aktien einschätzen zu können.
TradingView stellt auch hier umfangreiche Daten, wie KGV oder Umsatzwachstum, bereit. Zudem können Nutzer verschiedene Unternehmen anhand dieser Daten vergleichen und sie übersichtlich in Charts anzeigen lassen.
Marktüberblick
Den Überblick über Marktsituationen und einzelne Assets zu behalten, ist keine leichte Aufgabe. TradingView unterstützt Händler unter anderem durch leistungsstarke Watchlists, die sich granular unterteilen und präzisieren lassen (zum Beispiel je nach eingesetzter Strategie).
Außerdem stehen umfangreiche Sortierfunktionen und zahlreiche Filter zur Verfügung. So können Trader ihre täglichen Aufgaben besser strukturieren und effektiver agieren.
Weitere Funktionen
Neben der Analyse via Charts, technischen Indikatoren oder Fundamentaldaten bietet TradingView auch noch zahlreiche weitere Funktionen:
- Soziales Netzwerk: TradingView bietet eine Community für Trader. Hier können zum Beispiel Handels-Ideen geteilt und besprochen oder neue Strategien erlernt und optimiert werden. Zudem lassen sich Strategien erfolgreicher Händler direkt nachbilden.
- Alarme: Automatische Alarme, zum Beispiel bei Preisveränderungen oder nach Ablauf eines festgelegten Zeitraums, unterstützen Händler zusätzlich. Sie werden auch ausgespielt, wenn das Programm gerade nicht aktiv genutzt wird.
- Analystenrating: TradingView zeigt die Meinung professioneller Analysten (Über das Feature “Screener”) an. Diese Funktion steht unter anderem für Aktien, Crypto-Paare, ETFs oder Anleihen zur Verfügung und ist vor allem für Einsteiger eine erhebliche Erleichterung.
- Nachrichten-Feed: Wer Newstrading betreibt, also aktuelle Nachrichten als Basis für Handelsentscheidungen verwendet, wird bei TradingView ebenfalls fündig. Im Nachrichten-Feed werden relevante Finanznachrichten kontinuierlich ausgespielt.
- Pine Script: Eine TradingView-eigene Skriptsprache. Mit ihr können Händler eigene Indikatoren und Strategien entwickeln und umsetzen oder effektives Backtesting betreiben. Pine Script gilt allgemein als einfach zu erlernen. Zahlreiche Tutorials im Sozialen Bereich von TradingView helfen zudem beim Start.
Der erhebliche Funktionsumfang stellt aber auch gleichzeitig eine potenzielle Gefahr dar: Händler klagen teilweise davon, dass sie die erhebliche Auswahl überfordert. Es ist daher sinnvoll, TradingView mit einem konkreten Ziel einzusetzen.
TradingView Integration und Anwendung
Tradingview ist zunächst nur ein Analyseprogramm und soziales Netzwerk. Die Software lässt sich aber auch über vorgefertigte Schnittstellen problemlos mit einem CapTrader Depot verbinden! Dadurch ist es möglich, Transaktionen direkt in TradingView abzuschließen.
Die besonders einfache Einrichtung, die keine technischen Fachkenntnisse benötigt, hat viel zum nachhaltigen Erfolg der Börsensoftware beigetragen. TradingView gilt daher nicht zu Unrecht als besonders einsteigerfreundlich
Da TradingView umfangreiche Automatisierungsmöglichkeiten bietet, ist die Ausführung von Trades direkt aus dem Programm heraus besonders attraktiv. Händler können so zum Beispiel ihre Reaktionszeiten optimieren.
Gut zu wissen:
TradingView lässt sich auch mit dem beliebten Paper Trading Konto von CapTrader verbinden! Mit einem solchen “Spielgeldkonto” können Nutzer auf das sehr umfangreiche Sortiment von CapTrader zugreifen und in TradingView ihre Strategie perfektionieren, ohne ihr eigenes Kapital in Gefahr zu bringen.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Handelssoftware lediglich das Angebot des verwendeten Brokers widerspiegeln kann. Sind Assets, Orderformen oder Handelsplätze nicht im Sortiment des Dienstleisters, können auch in TradingView keine entsprechenden Geschäfte ausgeführt werden.
Preis von TradingView
Die grundlegenden TradingView-Angebote, wie das soziale Netzwerk oder Chartingtools, sind kostenlos nutzbar. Auch Börsendaten stehen kostenfrei, jedoch leicht zeitversetzt, zur Verfügung. Im kostenlosen Modell sind weitere Einschränkungen bei der Anzahl der Graphen, Alarme, Chartverbindungen und Indikatoren sowie Werbeeinblendungen vorhanden.
Verschiedene Abonnements, die preislich von 13 € pro Monat bis hin zu 200 € pro Monat reichen, bieten erweiterte Möglichkeiten. Die Auswahl des passenden Preismodells richtet sich nach der gewünschten Menge des Händlers.
Wie bereits erwähnt, sind auch für Echtzeit-Kursdaten teilweise Gebühren zu zahlen, die sich nach dem jeweiligen Handelsplatz richten.
Fazit: TradingView ist eines der beliebtesten Analyseprogramme
TradingView ist ein leistungsfähiges Programm zur Analyse von Märkten und Assets. Über eine direkte Anbindung an einen CapTrader-Account lassen sich Trades sogar direkt über die Software ausführen.
Händler schätzen vor allem den großen Funktionsumfang, der effektives Charting, technische- und Fundamentalanalyse und viele weitere Werkzeuge umfasst. Weiterhin steht eine aktive Community von über 100 Millionen Nutzern zur Verfügung. So bietet TradingView die Möglichkeit zur Weiterbildung und Optimierung der eigenen Strategien.
Der Einstieg gilt als vergleichsweise einfach, unter anderem, da die Verwendung via leistungsfähiger Apps oder im Browser möglich ist und zu Beginn ohne Gebühren funktioniert. Für ambitionierte Trader wird jedoch schnell ein kostenpflichtiges Abonnement nötig.