In der neuen Handelswoche dürften Anleger neben dem Dauerbrenner „Iran-Krieg“ weiterhin die geldpolitischen Entwicklungen verfolgen. Die vermeintliche Resilienz gegenüber dem Unsicherheitscocktail aus geopolitischen und geldpolitischen Unwägbarkeiten sollte nicht über bestehende Risiken hinwegtäuschen. Marktteilnehmer zeigen dem Wechselspiel aus Drohkulisse und diplomatischen Annäherungsversuchen im Iran-Krieg zusehends die kalte Schulter. Dass die jüngste Rallye auf ambitioniertem Terrain etwas ins Stocken gerät, dürfte jedoch nicht verwunderlich sein. Eine Handvoll Investoren scheint mittlerweile hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf neue Bestmarken und dem Gedanken, Gewinne zu versilbern. Zur Wochenmitte dürfte es insbesondere mit den Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung spannend werden. Auch ein paar Nachzügler präsentieren ihre Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals in der mittlerweile auslaufenden Berichtssaison.
Trump droht erneut – Unsicherheit wegen Bemühungen rund um Kriegsende im Iran
US-Präsident Donald Trump hatte jüngst angedroht, die Straße von Hormus zu US-Territorium erklären zu wollen. Die Bemühungen rund um ein Endes Iran-Krieges sind ins Stocken geraten. Zugleich droht die 60-tägige Waffenruhe ohne Verlängerung auszulaufen. Nach wie vor streiten sich Washington und Teheran insbesondere um das iranische Atomprogramm und die strategisch wichtige Meerenge (Straße von Hormus), welche als eine der global wichtigsten Routen für etwa Öl und Gas nebst Düngemittel fungiert.
Fed-Mitschriften könnten geldpolitische Impulse liefern
Am Mittwochabend stehen folgerichtig die „FOMC-Minutes“ auf der Agenda (20:00 Uhr). Vor rund zwei Wochen hatte der US-amerikanische Währungshüter das Leitzinsniveau zuletzt erwartungsgemäß unverändert gelassen.
Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen 69,4 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause auf der Sitzung am 16. September und 30,6 Prozent mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Wöchentliche Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und Einkaufsmanger im Blick – Nachzügler in Berichtssaison voraus
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gilt es ebenfalls im Blick zu behalten (14:30 Uhr). Einkaufsmanager aus dem Hause Uni Michigan gilt es am Freitagnachmittag nach konjunkturellen Hinweisen abzuklopfen (15:45 Uhr). Die Werte für die Bereiche „Dienstleistung“, „verarbeitendes Gewerbe“ und „Gesamt“ sollten beachtet werden.
In der Berichtssaison stehen am Mittwoch mit Estee Lauder (ISIN: US5184391044) und am Donnerstag mit Alibaba (ISIN: US01609W1027), Deere & Co (ISIN: US2441991054) sowie Walmart (ISIN: US9311421039) noch Nachzügler auf der Agenda.
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