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US-Wochenausblick: Hochspannung vor Inflationsdaten – Geo- und Geldpolitik im Fokus

Mit der sich dem Ende zuneigenden US-Berichtssaison könnte eine Nebelkerze wegfallen, sodass sich die Anleger nun wieder verstärkt offenen Baustellen zuwenden dürften. Die Investoren schwanken zwischen geopolitischer Nervosität, Zinshoffnungen und Zweifeln an den hohen KI-Bewertungen. Die Hoffnung auf den großen Wurf im Iran-Konflikt dürfte Anleger weiterhin bei der Stange halten. Am Markt herrscht abermals die…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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10.08.2026, 13:19 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Mit der sich dem Ende zuneigenden US-Berichtssaison könnte eine Nebelkerze wegfallen, sodass sich die Anleger nun wieder verstärkt offenen Baustellen zuwenden dürften. Die Investoren schwanken zwischen geopolitischer Nervosität, Zinshoffnungen und Zweifeln an den hohen KI-Bewertungen. Die Hoffnung auf den großen Wurf im Iran-Konflikt dürfte Anleger weiterhin bei der Stange halten. Am Markt herrscht abermals die berüchtigte Ruhe vor dem Sturm vor. Die Investoren haben den Glauben an einen belastbaren Friedensvertrag trotz langer Wartezeit offensichtlich noch nicht aufgegeben. Zu oft wurden Anleger in den vergangenen Wochen enttäuscht, als dass nun ein eingeschränkter Optimismus herrschen könnte. Die vergangenen Entspannungssignale im Iran-Krieg sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gemengelage im Nahen Osten fragil bleibt und der jüngste Zickzackkurs jederzeit in die nächste Runde gehen könnte. Als Höhepunkt dürfte vor allem die Publikation der US-Inflationsdaten fungieren, welche zur Wochenmitte erwartet wird.

Dow Jones Industrial Average Index

Iran-Krieg weiterhin im Blick – Geopolitische Risiken dürften Anleger vorerst nicht loslassen

Die Entwicklungen im Iran-Krieg dürften weiterhin mit über Wohl und Wehe des Börsengeschehens entscheiden. In puncto Iran würden sich die USA nach Angaben von Donald Trump derzeit zurückhalten, hieß es. So würde er auf Zeit und einen wirtschaftlichen Kollaps des Landes setzen. Eines der zentralen Streitpunkte bleibt nicht zuletzt die Diskussion rund um die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

US-Teuerung am Mittwoch im Blick – Geldpolitische Impulse denkbar

In einer aus Sicht des Wirtschaftskalenders vergleichsweise ruhigen Handelswoche dürften immer wieder potenzielle Impulsgeber in den Fokus der Marktteilnehmer rücken. Die US-Inflationsdaten werden am Nachmittag erwartet (14:30 Uhr) und könnten folgerichtig auch geldpolitische Hinweise liefern.
Neben der Verbraucherpreisrate rückt auch die Kernrate der Teuerung in den Blickpunkt, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet. Besagte Rate wird nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Inflationsbeurteilung in den Reihen der Fed als bedeutend angesehen. Ökonomen erwarten eine Teuerungsrate in Höhe von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 3,5 Prozent im Juni. Für die Kernrate wird ein Wert von 2,5 Prozent erwartet, nach 2,6 Prozent im Vormonat.

Weitere Konjunkturdaten voraus – Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze und Verbrauchvertrauen

Am Donnerstag folgen zudem die US-Erzeugerpreise, welche ebenfalls wichtige Inflationssignale abgeben könnten (14:30 Uhr). Auch die US-Einzelhandelsumsätze gilt es am Freitagnachmittag (14:30 Uhr) zu beachten, welche konjunkturelle Hinweise liefern dürften.

Die Handelswoche rundet aus Sicht des Wirtschaftskalenders das Verbrauchervertrauen aus dem Hause Uni Michigan ab (16:00 Uhr).

US-Berichtssaison läuft aus - Unternehmen aus den zweiten und dritten Reihen legen Zahlen vor

In der Berichtssaison legen Unternehmen aus den zweiten und dritten Reihen ihre Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals vor. Am Dienstag berichtet etwa Super Micro Computer (ISIN: US868000U3023), am Mittwoch Cisco Systems (ISIN: US17275R1023) und am Donnerstag Applied Materials (ISIN: US0382221051).

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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