Der geopolitische Spielball ist zurück im Feld und damit zurück auf der Hauptbühne der Märkte. Der Iran-Konflikt könnte wieder zum Taktgeber für die Risikobereitschaft werden. Was zuletzt wie ein Hintergrundrisiko wirkte, rückt nun wieder ins Rampenlicht und zwingt Anleger, die geopolitische Risikokarte neu zu bewerten.
Die Investoren bewegen sich derzeit auf einem schmalen Grat zwischen Zuversicht und Vorsicht. Geopolitische Spannungen, nachlassende KI-Euphorie und Gewinnmitnahmen nehmen den DAX in die Zange.
Die Entwicklungen im Iran-Krieg unterstreichen, dass das Rahmenabkommen keine Garantie für eine nachhaltige Beruhigung ist. Die Schaukelbörse dürfte Anleger vorerst weiter begleiten. Zwischen Hoffnung auf Entspannung und neuen geopolitischen Sorgen könnte die Verunsicherung zunächst hoch bleiben. Im Fokus stehen heute die Mitschriften der vergangenen US-Notenbanksitzung. Mit Spannung fiebern Investoren dem Startschuss zur Berichtssaison in den USA entgegen.
DAX

Donald Trump erklärt Rahmenabkommen und Waffenruhe mit Iran für hinfällig
US-Präsident Donald Trump hat das jüngste Rahmenabkommen sowie die Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran für hinfällig erklärt. Im Vorfeld hatte es wechselseitige Angriffe gegeben. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte das US-Militär bereits zahlreiche Angriffe gegen den Iran gefahren und damit auf die jüngsten iranischen Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus reagiert.
„FOMC-Minutes“ könnten geldpolitische Hinweise liefern – US-Geldpolitik dürfte eines der zentralen Themen bleiben
Im Fokus stehen aus Sicht des Wirtschaftskalenders heute Abend die sogenannten „FOMC-Minutes“, welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten. Möglicherweise geben die Fed-Mitschriften wichtige Signale in Bezug auf die zukünftige US-Geldpolitik ab. Vor zwei Wochen hatte die US-Notenbank zuletzt das Leitzinsniveau bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen und im Vergleich zur Europäischen Zentralbank (EZB) keine Zinserhöhung in die Wege geleitet.
Neuesten Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group zufolge rechnen 68,5 Prozent der Marktteilnehmer mit einer weiteren Zinspause auf der nächsten planmäßigen Sitzung am 29. Juli und 31,5 Prozent mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Startende Berichtssaison in den USA könnte auch hierzulande für Impulse sorgen
Mit Spannung blicken Anleger zudem auf die kommende Berichtssaison in den USA. Am Donnerstag und Freitag legen mit PepsiCo (ISIN: US7134481081) bzw. Delta Air Lines (ISIN: US2473617023) erste Unternehmen ihre Zahlen vor.
Am Dienstag berichten die Bank of America (ISIN: US0605051046), Citigroup (ISIN: US1729674242), Goldman Sachs (ISIN: US38141G1040), JPMorgan (ISIN: US46625H1005) und Wells Fargo (ISIN: US9497461015) über ihre Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals.



