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US-Wochenausblick: Zwischen Geldpolitik, Nahostrisiken und KI-Euphorie – „FOMC-Minutes“ voraus

In der neuen Handelswoche dürften die geldpolitischen Entwicklungen in den USA sowie die schwelenden Nahostrisiken weiterhin als zentrale Gesprächsthemen fungieren. Zugleich könnte die KI-Euphorie abermals auf dem Prüfstand stehen. Am vergangenen Mittwoch hatte der Dow Jones Industrial Average Index noch ein Rekordhoch bei über 53.700 Punkten markiert. Jetzt könnte sich zeigen, ob der Aufwärtstrend auf…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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06.07.2026, 12:19 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

In der neuen Handelswoche dürften die geldpolitischen Entwicklungen in den USA sowie die schwelenden Nahostrisiken weiterhin als zentrale Gesprächsthemen fungieren. Zugleich könnte die KI-Euphorie abermals auf dem Prüfstand stehen. Am vergangenen Mittwoch hatte der Dow Jones Industrial Average Index noch ein Rekordhoch bei über 53.700 Punkten markiert. Jetzt könnte sich zeigen, ob der Aufwärtstrend auf einem tragfähigen Fundament steht oder ob das Rekordhoch auf zu optimistischen Erwartungen beruhte. Die jüngste Bestmarke dürfte sich damit als möglicher Stresstest entpuppen.
In einem vergleichsweise überschaubaren Wirtschaftsdatenkalender stechen insbesondere die Fed-Mitschriften zur Wochenmitte heraus. Erste Schatten könnte zudem die anstehende US-Berichtssaison vorauswerfen.

Einkaufsmanager zu Wochenbeginn voraus - Fed-Mitschriften am Mittwoch im Blick – Anleger dürften auf geldpolitische Hinweise hoffen

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor steht bereits auf dem Plan (16:00 Uhr).

Zur Wochenmitte rücken die Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung (FOMC-Minutes) auf die Agenda (20:00 Uhr). Anleger dürften sich in diesem Zusammenhang wichtige Hinweise über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik versprechen.

Bereits in 23 Tagen (29.07.) will die US-Notenbank planmäßig über das zukünftige Leitzinsniveau entscheiden. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert derzeit, dass 75,9 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und 24,1 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe von 25 Basispunkten rechnen.

Wöchentliche Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und Fed-Vertreter voraus

Am Donnerstagnachmittag gilt es zudem die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe zu beachten.

Feiertagsbedingt wurden die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni bereits am vergangenen Donnerstag publik. Außerhalb der US-Landwirtschaft wurden lediglich 57.000 neue Jobs geschaffen und damit deutlich weniger als von Reuters befragte Ökonomen erwartet hatten (110.000).
Der jüngste Jobbericht dürfte den Anlegern die Fantasie gegeben haben, dass die Fed in Sachen drohenden Zinserhöhungen möglicherweise eine Pause einlegen könnte.

Punktuell könnte es zudem immer wieder mit Fed-Vertretern geldpolitische Hinweise geben, welche vor der Öffentlichkeit erwartet werden.
Am Donnerstag um 15:00 Uhr werden etwa John Williams vom Notenbankableger aus New York und um 19:30 Uhr wird etwa Lorie Logan (Dallas-Fed) erwartet.

US-Berichtssaison dürfte bereits ihre Schatten vorauswerfen

Zudem dürften Anleger mit großer Spannung dem Startschuss zur Berichtssaison entgegenfiebern. Am Donnerstag werden etwa die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von PePsiCo (ISIN: US7134481081) und am Freitag von Delta Air Lines (ISIN: US2473617023) erwartet.

Traditionell geben die US-Großbanken den "Startschuss" dann nächste Woche ab. Am Dienstag (14. Juli) berichten die Bank of America (ISIN: US0605051046), Citigroup (ISIN: US1729674242), Goldman Sachs (ISIN: US38141G1040), JPMorgan (ISIN: US46625H1005) und Wells Fargo (ISIN: US9497461015).

Dow Jones Industrial Average Index

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Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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