Auch am Mittwoch bleibt die Kauflaune der Anleger zunächst gedämpft. Zu groß sind die Fragezeichen rund um den weiteren Zinskurs der Notenbanken und die teils ambitionierten Bewertungen im KI-Sektor. Dieser Unsicherheitsmix liegt weiterhin wie ein Hitzeschleier über dem Markt und bremst die Risikobereitschaft vieler Investoren. Zinssorgen und die Debatte über die Tragfähigkeit der KI-Euphorie sorgen damit weiterhin für Gegenwind. Die 25.000-Punkte-Marke entwickelt sich damit zusehends zum Charaktertest.
Die Messlatte für positive Überraschungen liegt inzwischen hoch. Für die Optimisten wird es daher zunehmend schwierig, neue Kaufargumente zu finden. Während die Zinssorgen präsent bleiben und geopolitische Risiken nicht vom Tisch sind, wird auch die Fantasie rund um den KI-Sektor nun kritischer hinterfragt.
Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob die jüngsten Kursverluste überwiegend auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sind oder ob sich daraus eine handfeste Korrektur entwickeln könnte.
DAX

Trotz Entspannung im Nahen Osten – Geopolitische Risiken dürften weiter schwelen
Trotz des Rahmenabkommens zwischen dem Iran und den USA dürften die geopolitischen Risiken noch nicht gänzlich verschwunden sein. Innerhalb von 60 Tagen wolle man sämtliche offenen Fragen klären und ein finales Abkommen schließen, hieß es. Ob jedoch eine vollständige Einigung erzielt werden kann, bleibt offen. Angesichts der jüngsten Enttäuschungen in den vergangenen Wochen und Monaten in puncto Iran-Krieg dürften Anleger sämtliche Entwicklungen womöglich auf die Goldwaage legen.
Nach Friedenssignalen im Iran-Krieg: ifo-Index hellt sich im Juni auf
Publik wurde bereits heute Vormittag der sogenannte ifo-Geschäftsklimaindex. Mit 85,6 Punkten im Juni fiel besagter Index aus wie erwartet, nach 85 Punkten (revidiert) im Vormonat. Monatlich befragt das ifo-Institut rund 9.000 Führungskräfte.
GfK-Verbrauchervertrauen und zahlreiche US-Wirtschaftsdaten am Donnerstag im Blick
Am Donnerstag rückt hierzulande zunächst das GfK-Verbrauchervertrauen in den Blickpunkt (08:00 Uhr).
Um 14:30 Uhr folgen frische Wirtschaftsdaten aus den USA. Erwartet werden etwa die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben, die Auftragseingänge für langlebige Güter und die BIP-Wachstumsrate. Insbesondere die US-Preisdaten gilt es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
Eine Woche nach der jüngsten Fed-Notenbanksitzung dürfte die US-Geldpolitik damit zusehends in den Fokus der Investoren rücken. Für die nächste planmäßige Sitzung am 29. Juli rechnen laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group 63,7 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und 36,3 Prozent mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
SpaceX Aktie fällt nach fulminanten Börsenstart deutlich zurück
Unter anderem in Anbetracht der jüngsten Zinssorgen und KI-Zweifeln wurden zudem auch die Anteilsscheine von SpaceX (ISIN: US84615Q1031) verstärkt in Mitleidenschaft gezogen. Innerhalb von drei Tagen haben die Aktien rund 23 Prozent bzw. rund 600 Milliarden Dollar ihres Börsenwertes verloren.
Am 12. Juni hatte das Unternehmen den größten Börsengang auf das Parkett an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ hingelegt. Insgesamt wurden über 85 Milliarden Dollar eingenommen.
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