Anleger beißen sich an der Marke von 25.000 Punkten zunächst die Zähne aus. Die Freude über das jüngst erzielte Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran ist bereits wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen. Das Abkommen hat kurzfristig für Entspannung gesorgt, doch die Anleger erkennen zunehmend, dass viele Details noch ungeklärt und die geopolitischen Risiken keineswegs vom Tisch sind.
Ihre Schatten wirft nun die anstehende Fed-Sitzung voraus. Die Investoren dürften genau darauf achten, ob Warsh als unabhängiger Währungshüter auftritt oder ob seine Aussagen den Eindruck erwecken, er könne als verlängerter Arm von Donald Trump agieren. Entsprechend hoch dürfte die Sensibilität gegenüber jeder Nuance in der Wortwahl des Notenbankvertreters sein.
Für Gesprächsstoff sorgen weiterhin die Aktien von SpaceX (US84615Q1031). Schon bald dürfte sich zeigen, ob die Papiere vor allem als Spielwiese für kurzfristige Spekulanten dienen oder Anleger mit langfristigem Anlagehorizont das Geschehen bestimmen.
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Trotz Rahmenabkommen zwischen USA und Iran: Geopolitische Risiken könnten weiter schwelen
Trotz des jüngst erzielten Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran, welches am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, dürften die geopolitischen Risiken noch nicht vollständig abreißen. Aktuellen Erkenntnissen nach soll etwa die im April beschlossene Waffenruhe um zusätzliche 60 Tage verlängert und die Straße von Hormus wieder eröffnet werden. Unklar bleibt jedoch, ob es zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten kommt.
US-Einzelhandelsumsätze und Fed-Leitzinsentscheid sowie FOMC-Pressekonferenz im Fokus
Am heutigen Nachmittag stehen zudem die US-Einzelhandelsumsätze im Fokus (14:30 Uhr).
Am Abend (20:00 Uhr) folgt der Fed-Leitzinsentscheid und 30 Minuten später die anschließende FOMC-Pressekonferenz mit dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh, welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen dürften. Zugleich dürfte Marktteilnehmer abwägen, welche konjunkturellen Flurschäden der Konflikt verursacht hat und ob die Fed darauf mit einer Anpassung ihres geldpolitischen Kurses reagieren könnte.
Anleger rechnen mit Zinspause – Kleine Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhung
Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group rechnen 99,6 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und lediglich 0,4 Prozent mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Am Donnerstag rücken zudem die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in den Blickpunkt.
Die Handelswoche runden neue Daten zu den deutschen Erzeugerpreisen ab (08:00 Uhr).
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