Geopolitische Risiken, Zinssorgen und der Blick auf den möglicherweise größten Börsengang der Geschichte bilden eine Mischung, die kurzfristig kaum für Ruhe an den Börsen sorgen dürfte. Der Markt steht derzeit zwischen Hoffnung und Risiko.
Neben geopolitischen Risiken und Zinssorgen steht auch die KI-Rallye auf dem Prüfstand. Der geplante SpaceX-Börsengang könnte erhebliche Kapitalströme anziehen und Anleger dazu veranlassen, hoch bewertete Wachstumswerte zu hinterfragen.
Neben der Publikation neuer US-Inflationsdaten zur Wochenmitte dürfte sich die Aufmerksamkeit zudem auf die EZB-Sitzung am Donnerstag und somit insbesondere auf den mit Spannung erwarteten SpaceX-IPO am Freitag richten.
Neue Eskalationen zwischen Israel und Iran – Geopolitische Entwicklungen im Nahostkonflikt bleiben dynamisch
Die Entwicklungen im Iran-Krieg dürften Anleger auch in den kommenden Tagen weiterhin beschäftigen. In der Nacht von Sonntag auf Montag haben sich Israel und der Iran abermals gegenseitig angegriffen. Marktteilnehmer fürchten, dass die andauernden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran somit möglicherweise gefährdet sein könnten. Dennoch dürfte die Hoffnung auf ein baldiges Abkommen zwischen den Kriegsparteien überwiegen.
US-Verbraucherpreise könnten deutlich anziehen – Was macht die EZB am Donnerstag?
Zur Wochenmitte werden folgerichtig frische US-Verbraucherpreisdaten erwartet (14:30 Uhr). Auch die Kernrate der Teuerung, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, solltet beachtet werden. Besagte Rate gilt nicht zuletzt in den Reihen der Fed als maßgeblich in Bezug auf die Inflationsbeurteilung.
Ökonomen erwarten, dass die Teuerung im Mai (im Vergleich zum Vorjahresmonat) bei 4,2 Prozent gelegen haben könnte und damit deutlich höher als im April (3,8 Prozent). Für die Kernrate wird ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent erwartet.
Für US-Anleger dürfte auch von Interesse sein, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstagnachmittag über das zukünftige Leitzinsniveau entscheidet (14:15 Uhr). Ebenfalls im Blick steht die EZB-Pressekonferenz mit Präsidentin Christine Lagarde (14:45 Uhr).
Möglicherweise könnte die EZB den Einlagenzinssatz von derzeit 2,00 Prozent um 0,25 Prozentpunkte nach oben korrigieren und damit ein Signal gegen die Teuerungswelle infolge des Iran-Kriegs setzen. In einer ersten Schätzung laut Eurostat lag die Mai-Teuerung im Euroraum bei 3,2 Prozent und damit auf dem höchsten Niveau seit September 2023.
In einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hatte zudem EZB-Direktorin Isabel Schnabel Ende Mai gesagt:“ Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juni für nötig.
US-Erzeugerpreise könnten ebenfalls Inflationshinweise abgeben - Michigan-Verbraucherstimmung am Freitag im Blick
Die US-Erzeugerpreise rücken am Donnerstag in den Fokus (14:30 Uhr), welche ebenfalls wichtige Inflationshinweise abgeben dürften.
Den Freitag runden vorläufige Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Uni Michigan ab (16:00 Uhr).
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