Der Iran-Krieg und die damit im Zusammenhang stehenden nicht absehbaren Auswirkungen auf die Weltkonjunktur dürften weiterhin das zentrale Gesprächsthema am Markt bleiben. Allerdings könnten sich US-Anleger mittlerweile an das Krisenrauschen gewöhnt haben und die Risiken und Nebenwirkungen des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten ausblenden, sodass zu euphorische Investoren jederzeit auf dem falschen Fuß erwischt werden könnten. Trump hatte zudem angekündigt, Schiffe in der Straße von Hormus eskortieren zu wollen.
Im Fokus der Marktteilnehmer stehen in dieser Woche insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten.
Verhandlungen zwischen Teheran und Washington stocken – USA wollen Schiffe in Meerenge eskortieren
Anleger hoffen trotz anhaltender Spannungen zwischen Washington und Teheran weiterhin auf den großen Durchbruch und einen möglichen Friedensvertrag zwischen den Konfliktparteien. Die Märkte haben sich zudem stark an die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt gewöhnt. Solange es nicht zu einer größeren militärischen Eskalation kommt, wird das Thema eher als Hintergrundrauschen wahrgenommen. Nach wie vor dauern die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran im Hintergrund weiterhin an. So prüfe der Iran derzeit eine US-Antwort auf den jüngsten 14-Punkte-Plan. Laut Angaben des iranischen Außenministeriums hätten die Vereinigten Staaten über den Vermittler Pakistan eine Antwort auf besagten Vorschlag des Iran übermittelt.
Am späten Sonntagabend hatte US-Präsident Donald Trump zudem angekündigt, die in der Straße von Hormus festsitzenden Schiffe am heute befreien zu wollen. Seit über zwei Monaten wird die Meerenge vom Iran für die Schifffahrt, mit Ausnahme eigener Schiffe, weitgehend blockiert. Auf der Gegenseite blockieren die USA iranische Häfen.
ISM-Einkaufsmanager, JOLTs und ADP-Daten im Blick
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor rückt am Dienstag auf die Agenda (16:00 Uhr).
Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey) gilt es zur gleichen Uhrzeit im Auge zu behalten, welche wie die ADP-Beschäftigungsdaten am Mittwoch (14:15 Uhr) einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht abgeben könnten.
Am Freitag rücken die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) in den Blickpunkt (14:30 Uhr). Erwartet wird ein Stellenplus von lediglich 73.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft, nachdem im März noch insgesamt 178.000 neue Jobs geschaffen werden konnten. Die Arbeitslosenquote könnte Schätzungen zufolge bei 4,3 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat verweilen.
Vorläufige Daten zur Verbraucherstimmung aus dem Hause Uni Michigan runden am Freitagnachmittag die Handelswoche ab (16:00 Uhr).
US-Berichtssaison: Zahlreiche Unternehmen präsentieren Ergebnisse
In der Berichtssaison rücken heute etwa die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals von Palantir (ISIN: US69608A1088), am Dienstag von MicroStrategy (ISIN: US5949724083) und zur Wochenmitte von Walt Disney (ISIN: US2546871060) in den Fokus.
Am Donnerstag berichten McDonald’s (ISIN: US5801351017) und Coinbase (ISIN: US19260Q1076).
Dow Jones Industrial Average Index




