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US-Wochenausblick: Iran-Krieg, Powell und Berichtssaison dürften Ton angeben

Die geopolitische Großwetterlage sorgt nach wie vor für Unsicherheit. Die Märkte bleiben vorerst in einer Hängepartie zwischen Hoffnung auf Deeskalation und der Realität eines weiter schwelenden Konflikts. Nun dürfte die Geldpolitik kurzfristig stärker in den Fokus rücken und die Aufmerksamkeit zeitweise von geopolitischen Risiken weglenken. Die Notenbanken könnten zum Taktgeber werden, zumindest solange geopolitisch keine…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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27.04.2026, 12:05 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Die geopolitische Großwetterlage sorgt nach wie vor für Unsicherheit. Die Märkte bleiben vorerst in einer Hängepartie zwischen Hoffnung auf Deeskalation und der Realität eines weiter schwelenden Konflikts. Nun dürfte die Geldpolitik kurzfristig stärker in den Fokus rücken und die Aufmerksamkeit zeitweise von geopolitischen Risiken weglenken. Die Notenbanken könnten zum Taktgeber werden, zumindest solange geopolitisch keine neuen Fakten geschaffen werden. Anleger hoffen weiterhin auf einen erlösenden Impuls, welcher durch einen einzelnen politischen Tweet die kurzfristige Richtung an den Märkten vorgeben könnte.
Der Wirtschaftskalender sieht in dieser Woche zahlreiche potenzielle Impulsgeber vor. Auch die laufende Berichtssaison dürfte weiterhin auf Interesse stoßen.

Anleger hoffen auf neue Impulse im Nahostkonflikt – Straße von Hormus weiter im Fokus

Der Iran-Konflikt dürfte auch in den kommenden Tagen weiterhin eines der zentralen Themen am Markt darstellen. Nachdem die erhofften Friedensverhandlungen am vergangenen Wochenende ins Stocken geraten waren, hoffen Anleger nun auf neue Impulse. Eine zweite Runde der Friedensverhandlungen war am vergangenen Wochenende nicht zustande gekommen.
Medienberichten zufolge soll der Iran den USA ein neues Angebot unterbereitet haben, welches eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht.

US-Notenbanksitzung am Mittwochabend voraus: Jerome Powell im Blick

Mit über Wohl und Wehe der Börsenwoche könnte die Fed-Notenbanksitzung entscheiden. Am späten Mittwochabend (20:00 Uhr) will der US-amerikanische Währungshüter über das zukünftige Leitzinsniveau berichten. Nur eine halbe Stunde später kommt Fed-Chef Jerome Powell vor die Öffentlichkeit (20:30 Uhr). Besagte Rede könnte wichtige geldpolitische Impulse liefern.

China-Daten, EZB-Sitzung und US-Preisdaten runden Handelswoche ab

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag rücken zudem wichtige chinesische Konjunkturdaten in den Blickpunkt (03:30 Uhr), welche entsprechende Vorgaben für den Donnerstagshandel geben könnten. Erwartet wird etwa der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe.

Von Interesse dürfte auch sein, was die europäischen Zentralbankkollegen der EZB am Donnerstag entscheiden. Der Leitzinsentscheid wird für 14:15 Uhr und die Pressekonferenz mit Präsidentin Christine Lagarde für 14:45 Uhr erwartet.

Zudem rücken um 14:30 Uhr die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben als auch die BIP-Wachstumsrate für die Vereinigten Staaten in den Fokus.

US-Berichtssaison nimmt kräftig an Fahrt auf

Die weiter an Fahrt aufnehmende Berichtssaison dürfte zudem ihre Schatten vorauswerfen. Einige Wall Street-Schwergewichte präsentieren ihre Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals.

Am Dienstag berichten etwa Coca-Cola (US1912161007), General Motors (US37045V1008) und Visa (US92826C8394). Am Mittwoch stehen die Zahlen von Alphabet A (ISIN: US02079K3059), Amazon (ISIN: US0231351067), Meta Platforms (US30303M1027) und Microsoft (US5949181045) im Fokus. Am Donnerstag berichtet etwa Apple US0378331005) und am Freitag Berkshire Hathaway B (ISIN: US0846707026).

Dow Jones Industrial Average Index

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Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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