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US-Wochenausblick: Nahostkonflikt eskaliert weiter – Ölpreis im Fokus

Die Eskalationsspirale im Iran-Krieg hat sich über das Wochenende weiter fortgesetzt. Marktteilnehmer könnten sich zunehmend von der Hoffnung auf einen lediglich temporären Ölpreisschock verabschieden. Stattdessen wächst die Sorge, dass die erhöhten Preise länger anhalten könnten als bislang angenommen. Die Erwartung kurzfristiger Ölpreisspitzen weicht zunehmend dem Risiko, dass sich höhere Notierungen verfestigen könnten. Der Markt beginnt…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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23.03.2026, 13:40 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Die Eskalationsspirale im Iran-Krieg hat sich über das Wochenende weiter fortgesetzt. Marktteilnehmer könnten sich zunehmend von der Hoffnung auf einen lediglich temporären Ölpreisschock verabschieden. Stattdessen wächst die Sorge, dass die erhöhten Preise länger anhalten könnten als bislang angenommen. Die Erwartung kurzfristiger Ölpreisspitzen weicht zunehmend dem Risiko, dass sich höhere Notierungen verfestigen könnten. Der Markt beginnt damit zusehends zu realisieren, dass es sich womöglich nicht nur um eine kurzfristige Verwerfung handelt.
Je länger der Iran-Krieg andauert, desto schwieriger wird es, die Auswirkungen auf den globalen Konjunkturmotor verlässlich abzuschätzen. In diesem Zusammenhang dürfte auch die Angst vor erneuten Zinserhöhungen durch die großen Notenbanken wieder zunehmen, um einer drohenden Inflation wirksam entgegenzuwirken.

US-Präsident Donald Trump stellt Ultimatum von 48 Stunden

Das Erreichen einer neuen Eskalationsstufe im Nahostkonflikt dürfte zu Wochenbeginn zulasten der Risikofreude gehen. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Sollte die Meerenge binnen 48 Stunden nicht geöffnet werden, droht er mit Angriffen auf iranische Energieanlagen.
Teheran hatte im Gegenzug damit gedroht, dass das iranische Militär sämtliche Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen in Verbindung zu den USA in der Golfregion ins Visier nehmen werde, sollte der Angriff erfolgen.
Aktuell ist der Schiffsverkehr in der Meerenge praktisch zum Erliegen gekommen. Der Iran hatte abermals gedroht, die dort fahrenden Schiffe anzugreifen.

Wirtschaftsdatenkalender überschaubar – Temporär Impulse denkbar

In einer aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders vergleichsweise dünnen Handelswoche könnte es allerdings temporär immer wieder zu wichtigen Impulsen kommen.
Am heutigen Nachmittag stehen etwa die Einkaufsmanager (S&P Global) für die Bereiche Dienstleistung, verarbeitendes Gewerbe und Gesamt auf der Agenda (14:45 Uhr).

Die Auftragseingänge für langlebige Güter sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (13:30 Uhr) gilt es am Donnerstag im Auge zu behalten.

Geldpolitische Impulse möglich – Einige Fed-Vertreter im Fokus

Nach der Fed-Notenbanksitzung vom vergangenen Mittwoch sollten Anleger allerdings eine ganze Reihe an Reden durch verschiedene Fed-Vertreter nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen.
Am Dienstag wird etwa Fed-Gouverneur Michael Barr (23:30 Uhr) erwartet.
Stephen Miran (Mitglied des Gouverneursrats) folgt am Mittwoch (21:10 Uhr) und Fed-Direktorin Lisa Cook am Donnerstag (21:00 Uhr). In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sprechen Fed-Vize Philipp Jefferson (00:00 Uhr), Lorie Logan (Dallas) sowie Michael Barr (00:10 Uhr).

Mary Daly (San Francisco/16:30 Uhr) und Anna Paulson (Philadelphia) runden die Handelswoche ab.

Am Freitag könnte das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) last but not least für Impulse sorgen (15:00 Uhr).

Dow Jones Industrial Average Index

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Ölpreis (West Texas Intermediate)

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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