Vor Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten könnten Anleger erst einmal durchatmen. Viele Investoren dürfte eine mögliche Verschnaufpause nutzen, um die Tragfähigkeit der jüngsten Erholungsbewegung zu prüfen. Die gestrige Gegenbewegung könnte vor allem von kurzfristiger Erleichterung über die geopolitische Lage getragen worden sein. Die geopolitischen Schlagzeilen hatten den Markt in den vergangenen Tagen überlagert. Doch letztlich dürften Inflation und Zinsen mit darüber entscheiden, ob das vergangene Kursplus Substanz hat. Zudem dürfte die Entwicklung des Ölpreises ein wichtiger Faktor für Inflationserwartungen und damit auch für die Geldpolitik bleiben. Entsprechend aufmerksam dürfte die Entwicklung an den Märkten beobachtet werden.
Unter dem Strich bleibt die geopolitische Konstellation rund um den Iran-Krieg fragil. Neue negative Nachrichten könnten die Stimmung schnell wieder eintrüben und insbesondere über steigende Ölpreise auf die Finanzmärkte durchschlagen.
DAX

Geopolitische Unsicherheiten nicht vom Tisch – Straße von Hormus bleibt faktisch geschlossen
Die geopolitischen Unwägbarkeiten dürften Anleger womöglich noch weiter beschäftigen. Nachdem am Dienstag die Hoffnung auf ein zeitnahes Ende des Iran-Kriegs für spürbare Erleichterung gesorgt hatte, haben die Spannungen erneut zugenommen. Der US-TV-Sender CNN hatte berichtet, dass der Iran in den letzten Tagen rund ein Dutzend Minen in der Straße von Hormus platziert habe.
„Sollten aus irgendeinem Grund Minen ausgelegt worden sein und diese nicht unverzüglich entfernt werden, wird dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben“, so US-Präsident Donald Trump.
Die Straße von Hormus gilt als strategisches Nadelöhr. Rund 20 Prozent des global verschifften Öls passiert täglich die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman im Osten.
US-Inflationsdaten im Blick – Zahlreiche Wirtschaftsdaten am Freitag erwartet
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte es folgerichtig heute Nachmittag mit der Veröffentlichung frischer US-Inflationsdaten spannend werden (13:30 Uhr). Ökonomen erwarten eine Teuerungsrate (im Vergleich zum Vorjahresmonat) in Höhe von 2,4 Prozent, nach ebenfalls 2,4 Prozent im Januar.
Für die Kernrate der Teuerung (ohne die Treiber Energie und Lebensmittel) dürfte es Schätzungen zufolge im gleichen Zeitraum um 2,5 Prozent nach oben gegangen sein (zuvor: 2,5 Prozent).
Auch am Freitag stehen eine ganze Fülle an womöglich bedeutenden US-Konjunkturdaten auf der Agenda (13:30 Uhr).
Neben der Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben rücken zur gleichen Uhrzeit die Auftragseingänge für langlebige Güter sowie die US-BIP-Wachstumsrate sowie die Rate für die persönlichen Konsumausgaben in den Blickpunkt.
Die „JOLTs“ (Jop Openings and Labor Turnover Survey) stehen um 15:00 Uhr im Fokus.
Vorläufige Daten zur Verbraucherstimmung aus dem Hause Uni Michigan runden die Woche zur gleichen Uhrzeit ab.
West Texas Intermediate (WTI)




