Die Auswirkungen der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten dürfte Anleger in den kommenden Tagen womöglich verstärkt begleiten. Eine spürbare Ausweitung der Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten könnte die Marktreaktion in eine stärkere Risikoaversion überführen.
Von dem Nahostkonflikt abgelenkt werden könnten Anleger immer wieder durch die Publikation von US-Wirtschaftsdaten. Dabei dürfte insbesondere am Freitag der offizielle US-Arbeitsmarktbericht das Interesse auf sich ziehen.
Entwicklung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten: Unsicherheit könnte bestehen bleiben
Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten könnten zulasten der allgemeinen Risikofreude gehen. Abzuwarten gilt, wie lange der Konflikt nun andauert.
Ob es zu einer Verhandlung und damit zu einer diplomatischen Lösung kommt, bleibt abzuwarten. Der Iran hatte jüngst einen Medienbericht dementiert, wonach Teheran mit Verhandlungen in den USA bereit sei. Laut Angaben des Chefs des Sicherheitsrates, Laridschani, werde sich sein Land weiter verteidigen.
Indes deutete Trump in einem Interview mit der „Daily Mail“ an, das der Konflikt mit dem Iran vier Wochen dauern könnte.
„Wir gehen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird. Es war schon immer ein vierwöchiger Prozess, also – so stark es auch ist, es ist ein großes Land, es wird vier Wochen dauern – oder weniger“.
ISM-Einkaufsmanager, China-Daten und „Beige Book“ im Blick
Am heutigen Nachmittag sollte aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe beachtet werden (16:00 Uhr).
Wichtige Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte werden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erwartet (02:30 Uhr). Der Einkaufsmanagerindex (NBS) für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe könnte wichtige Impulse liefern.
Das Pendant zum ISM-Einkaufsmanager für den Dienstleistungssektor wartet zur Wochenmitte am Nachmittag auf Anleger (16:00 Uhr).
Auch das „Beige Book“ sollte am Mittwochabend nicht vergessen werden (20:00 Uhr), welches über die aktuelle US-Wirtschaftslage berichtet.
US-Arbeitsmarktbericht am Freitag im Fokus: Ökonomen erwarten deutliche Eintrübung des Stellenaufbaus gegenüber dem Vormonat
Für Freitagnachmittag steht folgerichtig der US-Jobbericht (Non-Farm Payrolls) auf der Agenda (14:30 Uhr). Zugleich sollte auch die Arbeitslosenquote als auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne beachtet werden.
Außerhalb der Landwirtschaft erwarten Ökonomen ein Stellenplus in Höhe von 60.000 Einheiten, nachdem im Januar 130.000 neue Jobs geschaffen wurden. Die Arbeitslosenquote dürfte laut Schätzungen mit 4,3 Prozent auf dem Vormonatsniveau verharren.
Fed-Reden weiter im Blick – US-Geldpolitik dürfte Thema bleiben
Wie in der vergangenen Handelswoche sollten auch immer wieder Reden durch verschiedene Fed-Vertreter im Auge behalten werden.
Am Freitagabend (18:00 Uhr) werden Mary Daly (San Francisco), Anna Paulson (Philadelphia) und Beth Hammack (Cleveland) erwartet.
Insbesondere in Bezug auf die anstehende Fed-Notenbanksitzung (18. März) dürften Anleger sämtliche geldpolitische Hinweise unter die Lupe nehmen.
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