In der neuen Handelswoche dürften Anleger insbesondere auf den offiziellen Jobbericht und die Inflationsdaten für die Vereinigten Staaten blicken. Das Ausbleiben eines Angriffs der USA auf den Iran über das Wochenende könnte für Entspannungssignale sorgen. Zudem dürften die jüngsten Wahlen in Japan für Gesprächsstoff sorgen.
Japanische Ministerpräsidentin mit eindeutiger Mehrheit gewählt - Unsicherheit wegen US-Geldpolitik dürfte bleiben
Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hatte einen eindeutigen Wahlsieg erringen können. Die Regierungspartei LDP gewinnt damit als erste Partei seit dem Zweiten Weltkrieg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen mehr als zwei Drittel aller Sitze. Anleger hoffen in diesem Zusammenhang auf neue Konjunkturprogramme durch die Regierung.
Ihren Kopf zerbrechen dürften sich Investoren womöglich weiterhin um die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik. Nachdem US-Präsident Donald Trump jüngst den ehemaligen Gouverneur Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef vorgeschlagen hatte, bleibt die Unsicherheit in Sachen Geldpolitik weiterhin groß. Die Märkte hatten in der vergangenen Woche eine tendenziell restriktivere Marschroute des möglicherweise neuen Fed-Chefs eingepreist.
Doch neuesten Berechnungen des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group zufolge liegt die Chance für eine Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der kommenden Sitzung am 18. März derzeit bei 15,8 Prozent und damit höher als noch vor einer Woche (10,4 Prozent). Dagegen rechnen 84,2 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause.
Insgesamt bleibt der Wirtschaftsdatenkalender in dieser Handelswoche tendenziell überschaubar.
Der Dienstag dürfte zunächst ganz im Zeichen der Publikation neuer US-Einzelhandelsumsätze stehen (14:30 Uhr).
US-Arbeitsmarktdaten für Mittwoch erwartet – Ökonomen erwarten Stellenplus im Vergleich zum Vormonat
Am Mittwoch werden etwa die „Non-Farm Payrolls“ publik, welche es für gewöhnlich nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt (14:30 Uhr).
Besagte Daten sollten eigentlich am vergangenen Freitag publik werden, wurden allerdings wegen des jüngsten teilweisen US-Haushaltsstreits verschoben. Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 70.000 Einheiten, nachdem im Dezember noch 50.000 neue Jobs geschaffen werden konnten.
Beachtet werden sollte zudem auch die Arbeitslosenquote als auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne.
US-Inflation könnte weiter sinken – Kernrate der Teuerung im Fokus
Am Freitag und damit ebenfalls mit Verzögerung ist die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise geplant (14:30 Uhr). Fachleute erwarten eine Teuerungsrate von lediglich 2,5 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat), nach 2,7 Prozent im Dezember.
Auch die Kernrate der Inflation, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, sollte beachtet werden.
US-Berichtssaison: Weitere Unternehmen lege ihre Zahlen vor
In der Berichtssaison rücken am Dienstag etwa die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals von Coca-Cola (ISIN: US1912161007) und von Ford (US3453708600) in den Blickpunkt. Am Mittwoch berichten beispielsweise McDonald’s (ISIN: US5801351017) und am Donnerstag Applied Materials (ISIN: US0382221051).




