In der neuen Handelswoche blicken Anleger insbesondere auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls). Zugleich dürfte die jüngste Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef weiterhin für reichlich Gesprächsstoff sorgen.
Auch die geopolitischen Unwägbarkeiten etwa rund um Grönland als auch im Nahen Osten dürften weiterhin als ein Damoklesschwert fungieren. Die Berichtssaison gilt es zudem im Auge zu behalten.
US-Präsident Donald Trump nominiert Kevin Warsh zum neuen Fed-Vorsitzenden
Die Unsicherheit über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik könnte Marktteilnehmer in dieser Woche weiterhin verstärkt beschäftigen. Am vergangenen Freitag hatte der US-Präsident einen Nachfolger für Jerome Powell vorgeschlagen, dessen Amtszeit als Fed-Oberhaupt Ende Mai ausläuft.
Warsh muss allerdings noch vom US-Senat bestätigt werden. Der womöglich neue Fed-Chef hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für Zinssenkungen offen gezeigt. Allerdings gilt Warsh als tendenziell restriktiv eingestellt. Zudem bleiben Fragen, ob er nicht zuletzt als verlängerter Arm Trumps angesehen werden und somit die Unabhängigkeit der Fed in Frage stellen könnte.
US-Konjunkturdaten im Blick – EZB kommt am Donnerstag zusammen
Der ISM-Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe steht bereits heute auf der Agenda (16:00 Uhr).
Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labour Turnover Survey) könnten am Dienstag erste Hinweise über die aktuelle Verfassung des US-Jobmarkts geben (16:00 Uhr).
Am Mittwoch wird das Pendant zum ISM-Einkaufsmanager für den Dienstleistungssektor erwartet.
Von Interesse könnte auch sein, was die europäischen Kollegen der EZB am Donnerstag entscheiden und signalisieren. Für 14:15 Uhr wird der EZB-Leitzinsentscheid erwartet und für 14:45 Uhr die Pressekonferenz mit Präsidentin Christine Lagarde.
US-Arbeitsmarktdaten am Freitag im Fokus – Geldpolitische Impulse denkbar
Am Freitag und damit am letzten Handelstag der Woche könnten die US-Arbeitsmarktdaten wichtige geldpolitische Impulse hervorbringen (14:30 Uhr). Fachleute erwarten ein Stellenplus von 70.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft, nach insgesamt 50.000 neuen Stellen im Dezember. Die Arbeitslosenquote könnte bei 4,4 Prozent und damit auf dem Vormonatsniveau verharren.
Auch die durchschnittlichen Stundenlöhne gilt es zu beachten, welche Inflationshinweise abgeben könnten.
Abschließend stehen zudem die vorläufigen Verbraucherstimmungsdaten im Blick (16:00 Uhr), die die Handelswoche abrunden.
Berichtssaison setzt sich weiter fort: Alphabet und Amazon im Fokus
In der bereits laufenden Berichtssaison stehen heute etwa die abgelaufenen Geschäftszahlen des vergangenen Quartals von Walt Disney (ISIN: US2546871060), am Dienstag von Merck & Co (ISIN: US58933Y1055), am Mittwoch von Alphabet A (US: 02079K3059) und am Donnerstag von Amazon (ISIN: US0231351067) und MicroStrategy (ISIIN: US5949724083) im Blick.
Dow Jones Industrial Average Index




