Im Fokus der neuen Handelswoche steht neben den Entwicklungen im Grönland-Konflikt der Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zur Wochenmitte. Punktuell gilt es zudem immer wieder wichtige Konjunkturdaten im Auge zu behalten. Auch die weiter an Fahrt aufnehmende Berichtssaison dürfte immer wieder für Impulse sorgen, wenn große US-Konzerne ihre Zahlen vorlegen.
Trotz Entspannung in Sachen Grönland: Unsicherheit dürfte schwelend bleiben
Der Grönland-Konflikt dürfte Anleger trotz der jüngsten Entspannung nach wie vor beschäftigen. US-Präsident Donald Trump hatte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am vergangenen Mittwoch militärische Mittel zur Übernahme der Arktisinsel ausgeschlossen und auch einen Rückzieher bei den angedrohten Extrazöllen gegen die Bundesrepublik Deutschland und weitere NATO-Länder gemacht. Angedacht waren eigentlich etwa Sonderzölle auf Einfuhren in die USA ab dem 1. Februar in Höhe von 10 Prozent, sofern es zu keiner Kauf-Einigung Grönlands kommen sollte. Laut Trump habe man sich allerdings mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einen „Rahmen für eine künftige Vereinbarung“ in Sachen Sicherheit in der Arktis geeinigt.
Konjunkturdaten im Fokus – US-Notenbank könnte am Mittwoch die Füße stillhalten
Am heutigen Nachmittag stehen etwa die Auftragseingänge für langlebige Güter auf der Agenda (14:30 Uhr).
Die Aufmerksamkeit der Marktakteure dürfte sich folgerichtig am Mittwochabend auf den Fed-Leitzinsentscheid richten (20:00 Uhr). Auch die FOMC-Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell gilt es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen (20:30 Uhr).
Dass der US-amerikanische Währungshüter an den Zinsschrauben dreht, bleibt fraglich. Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group rechnen derzeit 97,2 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und lediglich 2,8 Prozent mit einem Zinssenkungsschritt in Höhe eines Viertelprozentpunkts. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Ebenfalls für Gesprächsstoff könnten die anhaltenden Diskussionen rund um den Nachfolger Jerome Powells sorgen. Seine Amtszeit als Fed-Chef endet offiziell Ende Mai. Doch US-Präsident Donald Trump hatte sich in jüngster Vergangenheit immer wieder einen Streit mit Powell geliefert und somit auch nicht zuletzt Zweifel um die Unabhängigkeit des Währungshüters aufkommen lassen. Als mögliche Nachfolge-Kandidaten gelten etwa Kevin Hasset, Kevin Warsh oder auch Fed-Direktor Christopher Waller.
Am Freitag gilt es zudem die US-Erzeugerpreise im Auge behalten, welche ebenfalls geldpolitische Signale liefern könnten (14:30 Uhr).
US-Berichtssaison setzt sich weiter fort: Tech-Schwergewichte im Blick
Am Dienstag stehen etwa die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von General Motors (ISIN: US37045V1008), am Mittwoch von Meta Platforms (ISIN: US30303M1027), Microsoft (ISIN: US5949181045) und Tesla (ISIN: US88160R1014) sowie am Donnerstag von Amazon (US0231351067) nebst MicroStrategy (US5949724083) im Fokus.
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