Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich nun auf die bevorstehende Rede von Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos richten. Dreh- und Angelpunkt ist und bleiben die geopolitischen Spannungen rund um Grönland. Der Grönland-Konflikt fungiert längst nicht mehr als ein geopolitisches Randthema. Fragen zu Rohstoffen, Handelswegen und geopolitischem Einfluss wirken als zentraler Risikofaktor.
Solange beim Thema Grönland keine klaren politischen Signale erkennbar sind, dürfte der DAX anfällig bleiben. Der Markt reagiert derzeit weniger auf eigene Fundamentaldaten als auf geopolitische Schlagzeilen.
Im weiteren Wochenverlauf stehen zudem insbesondere in den USA wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda.
DAX
Trump zeigt sich vor Abflug nach Davos zuversichtlich für Lösung
Der Grönland-Konflikt dürfte Anleger nach wie vor verstärkt beschäftigen. Am heutigen Nachmittag wird US-Präsident Donald Trump in dem Schweizer Alpenort Davos erwartet. Wegen der Solidarität europäischer NATO-Länder mit Grönland und Dänemark hatte Trump jüngst Strafzölle ab dem 1. Februar gegen die Bundesrepublik als auch weitere europäische Staaten angekündigt, sollten diese nicht beigeben und Grönland an die Vereinigten Staaten verkaufen. Der US-Präsident sagte vor Abflug nach Davos, dass man eine Lösung finden werde, mit der die NATO als auch die USA sehr glücklich sein werden. Dabei verwies er abermals darauf, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen benötigen würden.
US-Konjunkturdaten am Donnerstag im Blickpunkt – Einkaufsmanager dies- und jenseits des Atlantiks könnten am Freitag bewegen
Im Fokus der Anleger stehen am Donnerstag aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders die US-BIP-Wachstumsrate sowie die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr).
Die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben in den USA sollten um 16:00 Uhr beachtet werden.
Am Freitag rücken insbesondere die Einkaufsmanager hierzulande (HCOB) für die Bereiche Dienstleistung, verarbeitendes Gewerbe und „Gesamt“ auf die Agenda (09:30 Uhr) und für die Eurozone um 10:00 Uhr.
Die Pendants für die USA (S&P Global) folgen um 15:45 Uhr.
Fed-Notenbanksitzung könnte Schatten vorauswerfen – Zinspause möglich
Die Fragezeichen über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik könnten somit wieder eines der prominenteren Themen am Markt werden, zumal die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bereits am kommenden Mittwoch (28. Januar) das erste Mal in diesem Jahr über das zukünftige Leitzinsniveau entscheiden will. Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group rechnen allerdings derzeit lediglich 5 Prozent der Marktteilnehmer mit einem Zinssenkungsschritt in Höhe von 25 Basispunkten und 95 Prozent mit einer Zinspause. Die Zinspanne selbst liegt aktuell bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Für Gesprächsstoff könnte zudem auch nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos wieder der Streit zwischen Trump und Powell sorgen. Der US-Präsident hatte den Vorsitzenden der Fed zuletzt immer wieder unter Druck gesetzt. Powells Amtszeit als Fed-Chef läuft offiziell Ende Mai aus.



