Am letzten Handelstag der Woche dürften Anleger hierzulande nichts mehr anbrennen lassen. Von Interesse sollten in den USA am Abend die Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung sein. Erst am Freitag und damit nach dem Neujahrsfeiertag startet der Handel allerdings wieder regulär. Seit Jahresbeginn kommt der DAX wenige Stunden vor Handelsende auf ein Plus von 22,38 Prozent.
DAX
Anleger versprechen sich Hinweise über Meinungen der geldpolitischen Vertreter über Zinskurs
Am heutigen Dienstag stehen noch die „FOMC-Minutes“ auf der Agenda (20:00 Uhr), auf welche Anleger folgerichtig erst am Freitag reagieren können. Bereits um 14:00 Uhr endet das Börsengeschehen heute in Frankfurt am Main.
Spannend dürfte sein, ob die Mitschriften Hinweise darüber liefern, inwieweit die Meinungen über die Geldpolitik auseinandergehen. Vor rund zwei Wochen hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das Leitzinsniveau um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent nach unten korrigiert.
Am 31. Dezember und 1. Januar 2026 findet kein Handel in Frankfurt am Main statt.
China-Daten könnten wichtige Vorgaben für Freitagshandel liefern – Einkaufsmanager dies- und jenseits am ersten Handelstag im Blick
Im Blick zu behalten gilt es nicht zuletzt zum Jahresabschluss am Mittwoch Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte (NBS EMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor (02:30 Uhr).
Bereits am Freitag und damit am ersten Handelstag im neuen Jahr stehen die finalen Einkaufsmanager (HCOB) für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland (09:55 Uhr) und Europa auf der Agenda (10:00 Uhr). Das Pendant für die USA (S&P Global) folgt um 15:45 Uhr.
Zwischen KI-Euphorie, Zinssenkungserwartungen und Hoffnung auf Entspannung im Ukraine-Russland-Konflikt
Unter dem Strich dürften Investoren auf ein durchaus positives Börsenjahr zurückblicken. Insbesondere befeuert durch die Fantasie im Sektor der Künstlichen Intelligenz, der Hoffnung auf Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) und Federal Reserve (Fed) sowie Entspannungssignale im geopolitischen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland dürften zu der Performance beigetragen haben.
Inwieweit sich Anleger zu Beginn des neuen Jahres aus der Reserve locken lassen, bleibt abzuwarten. Die Sorge vor einem Platzen einer möglichen KI-Blase könnte als klassisches Damoklesschwert für die Aktienmärkte fungieren. Zudem bleibt es unklar, wie weit insbesondere die US-Notenbank sich zu Zinssenkungsschritten im Jahr 2026 hinreißen lässt. Auf der jüngsten Fed-Notenbanksitzung hatte der US-Währungshüter lediglich einen Zinsschritt in Höhe eines Viertelprozentpunkts für das Jahr 2026 in Aussicht gestellt.



