Neben vereinzelten Wirtschaftsdaten dürfte insbesondere die US-Geldpolitik nach Veröffentlichung neuer Arbeitsmarktdaten und Inflationswerte aus der vergangenen Woche für Gesprächsstoff sorgen. Zu beachten ist, dass wegen der anstehenden Feiertage rund um Weihnachten ein verkürzter bzw. teilweise kein Handel an der Wall Street stattfindet. Zudem könnten sich zahlreiche Anleger bereits in den Urlaub verabschiedet und damit ihre Bücher für 2025 zugeklappt haben.
Nach Daten vom Arbeitsmarkt und zur Inflation: Beth Hammack dämpft US-Zinssenkungsfantasien
Nach dem Regierungsshutdown in den USA wurden am vergangenen Dienstag die Arbeitsmarktberichte für die vergangenen beiden Monate publik. Während im Oktober 105.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft abgebaut wurden, konnte im November ein Plus von 64.000 Stellen ausgewiesen werden, wobei die Arbeitslosenquote bei 4,6 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit vier Jahren lag.
Neben einem sich weiter abschwächenden Arbeitsmarkt dürfte auch eine rückläufige Teuerung die Zinssenkungsfantasien weiter forciert haben. Laut Angaben des Bureau of Labor Statistics in Washington lagen die Verbraucherpreise (inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel) im November (gegenüber dem Vorjahresmonat) bei 2,7 Prozent und damit deutlich unter den Erwartungen (3,1 Prozent). Für Oktober wurden allerdings keine Inflationsdaten veröffentlicht.
Gegen mögliche Zinssenkungsfantasien sprach sich jedoch die US-Notenbankerin Beth Hammack laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ vom Sonntag aus. So bereite die hohe Inflation mehr Sorgen auf eine potenzielle Schwäche des Jobmarkts, hieß es.
Auf den vergangenen drei Notenbanksitzungen hatten die Währungshüter insgesamt in Höhe von 75 Basispunkten an den Zinsschrauben nach unten gedreht. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Am 28. Januar 2026 will die Fed das nächste Mal planmäßig zusammenkommen, um über den Leitzins zu entscheiden.
Wall Street bleibt am 23. und 26. Dezember geöffnet
Die Börsenpforten bleiben in den USA am 23. Dezember geöffnet. Am Mittwoch (Heiligabend) findet ein verkürzter Handel von 09:30 bis 13:00 Uhr ET bzw. 15:30 bis 19:00 Uhr MEZ statt. Während am 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) nicht gehandelt wird, ist der Handel am 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag) geöffnet.
US-Konjunkturdaten am Dienstag im Blick – „Window Dressing“ als potenzieller Impulsgeber
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders könnte es am Dienstag und damit einen Tag vor Heiligabend noch Impulse mit neuen Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter und den zweiten Schätzungen zu der BIP-Wachstumsrate geben (14:30 Uhr).
Für zwischenzeitliche Impulse könnte das sogenannte „Window Dressing“ sorgen, wenn Fondsmanager versuchen, ihre Portofolios mit gutgelaufenen Titeln „aufzuhübschen“. Kurz vor bzw. während der Weihnachtszeit sollten sich Anleger allerdings auf eine vergleichsweise niedrige Volatilität einstellen. Größere Positionen dürften Marktteilnehmer angesichts einer mauen Datenlage ohnehin möglicherweise vermeiden.
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