Über Wohl und Wehe der Börsenwoche könnte die Notenbanksitzung der Federal Reserve (Fed) zur Wochenmitte möglicherweise entscheiden. Dabei dürfte abermals Fed-Chef Jerome Powell im Fokus stehen, welcher auf der anschließenden FOMC-Pressekonferenz geldpolitische Hinweise abgeben dürfte. Im Vorfeld des Events gilt es jedoch zunächst wichtige Konjunkturdaten im Auge zu behalten.
„JOLTs“ am Dienstag im Fokus – Anleger setzen Mittwoch auf Zinssenkungsschritt
Die sogenannten „JOLTs“ (Jop Openings and Labor Turnover Survney) könnten am Dienstag wichtige Hinweise über die aktuelle Situation am US-Arbeitsmarkt liefern (16:00 Uhr). Am vergangenen Freitag war die Publikation der offiziellen US-Jobdaten (Non-Farm Payrolls) ausgeblieben. Wegen des mittlerweile beigelegten US-Haushaltsstreits kommt es teilweise immer noch zur Verzögerung entsprechender Wirtschaftsdaten.
Die Veröffentlichung der „NFPs“ für die Monate Oktober und November sind für den 16. Dezember angesetzt.
Die ADP-Beschäftigungsdaten waren am vergangenen Mittwoch schlechter ausgefallen als im Vorfeld von Ökonomen erwartet. Der enttäuschende Bericht könnte nicht zuletzt für eine neue Zinssenkungsfantasie in den Vereinigten Staaten gesorgt haben.
Fed-Chef wird am Mittwoch ab 20:30 Uhr vor der Öffentlichkeit erwartet
Der Mittwoch dürfte folgerichtig ganz im Zeichen der mit Spannung erwarteten Fed-Notenbanksitzung stehen. Für 20:00 Uhr wird der Leitzinsentscheid erwartet und für 20:30 Uhr die Pressekonferenz mit Jerome Powell. Ob sich der Fed-Chef in Sachen möglicher Zinssenkungen auf den kommenden Terminen in die Karten schauen lässt, bleibt abzuwarten. Die Aussicht auf weiter sinkende Leitzinsen in den USA könnte als entscheidender Faktor für eine mögliche "Jahresendrallye" fungieren.
„Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert hohe Chance für Zinssenkung
Wenn es nach dem „Fed-Watch-Tool“ der CME Group geht, rechnen mittlerweile 89,6 Prozent der Marktteilnehmer mit einem Zinssenkungsschritt am kommenden Mittwoch in Höhe eines Viertelprozentpunkts. Dagegen stehen 10,40 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause. Am 28. Januar und am 18. März 2026 will die Fed im neuen Jahr planmäßig über das zukünftige Zinsniveau entscheiden.
Mit den US-Erzeugerpreisdaten stehen am Donnerstag ebenfalls wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda (14:30 Uhr).
Auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sollten wegen der fehlenden „NFPs“ mit Argusaugen beobachtet werden. Anleger dürften angesichts einer mauen Datenlage sämtliche Konjunkturdaten unter die Lupe nehmen.
Fed-Vertreter am Freitag im Fokus – Geldpolitische Hinweise denkbar
Am Freitag und damit zwei Tage nach dem Fed-Event gilt es Reden durch die Notenbankvertreter Anna Paulson (Philadelphia/14:00 Uhr), Beth Hammack (Cleveland/14:30 Uhr) und Austan Goolsbee (Chicago/16:35 Uhr) nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
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