Nach einer turbulenten Handelswoche dürften Anleger auf eine Stabilisierung hoffen. Die Sorgen vor einem Platzen der KI-Blase und ein Ausbleiben von weiteren US-Zinssenkungen könnten allerdings immer wieder hochkochen.
Im Fokus dürften wichtige US-Konjunkturdaten stehen, welche aufgrund des „Shutdowns“ in den vergangenen Wochen nicht veröffentlicht wurden. Zu beachten gilt, dass am Donnerstag die US-Börsen wegen des Erntedankfests geschlossen bleiben.
Nach Korrekturbewegung aus der vergangenen Woche – Anleger hoffen auf Stabilisierung
Die ambitionierten Bewertungen im KI-Sektor könnten immer wieder Zweifel über die Nachhaltigkeit hervorbringen, was als möglicher Belastungsfaktor fungieren dürfte. Die Furcht vor einer Überbewertung und die damit im Zusammenhang stehenden Sorgen vor möglichen Panikverkäufen könnten Anleger nervös stimmen, was nicht zuletzt mögliche Ansteckungseffekte auf die gesamte Börsenstimmung haben dürfte.
Zudem könnte das jüngste Ende des „US-Government-Shutdowns“ für Anleger nicht nur Gutes bedeuten. Angesichts der nun zu erwartenden Datenflut bleibt die Unsicherheit bestehen, dass die Zinssenkungsfantasien immer wieder eingetrübt werden könnten. Zudem dürfte es der US-Notenbank auch an entsprechender Datengrundlage fehlen, was die Unsicherheit über zukünftige Entscheidungen erhöhen könnte.
Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze am Dienstag im Fokus – Anleger hoffen auf konjunkturelle Hinweise
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte es am Dienstag etwa mit neuen US-Erzeugerpreisen und der Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze spannend werden (14:30 Uhr). Allerdings handelt es sich bei besagten Werten lediglich um die September-Zahlen, sodass die tatsächliche Relevanz eingeschränkt sein dürfte.
Zahlreiche US-Konjunkturdaten für Mittwoch erwartet
Am Mittwoch stehen ebenfalls eine ganze Fülle an Konjunkturdaten auf der Agenda. Erwartet werden um 14:30 Uhr die Auftragseingänge für langlebige Güter und die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben, welche wichtige Inflationssignale liefern dürften.
Am Abend (20:00 Uhr) könnte das sogenannte „Beige Book“ der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wichtige konjunkturelle Hinweise über die US-Wirtschaftslage abgeben.
Börsenpforten bleiben an der Wall Street am Donnerstag wegen „Thanksgiving“ geschlossen – Auch am Freitag keine bedeutenden Impulsgeber zu erwarten
Während am Donnerstag feiertagsbedingt keine wichtigen Wirtschaftsdaten zu erwarten sind, sieht der Freitag ebenfalls weniger relevante potenzielle Impulsgeber vor. Möglicherweise könnten sich bereits am Mittwochabend nach US-Börsenschluss zahlreiche Händler in ein verlängertes Wochenende verabschieden.
„Fed-Watch-Tool“ signalisiert erhöhte Chance für Zinssenkungsschritt auf Dezember-Sitzung
Zudem liegt die Chance für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group bei 77,5 Prozent, nach 42,4 Prozent von vor einer Woche. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause beträgt 22,5 Prozent. Aktuell liegt das Zinsband bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
John Williams, Präsident der Federal Reserve Bank of New York hatte am Freitag in einer Rede in Santiago (Chile) erklärt, dass er kurzfristig Spielraum für eine weitere Zinssenkung sehe.
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