Die Handelswoche dürfte ganz im Zeichen geldpolitischer Impulse stehen. Mit großer Spannung sollten Anleger auf die Fed-Notenbanksitzung am heutigen Abend blicken. Die Kollegen der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen indes am Donnerstag zusammen. Zudem bleibt die Hoffnung groß, dass der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China gelöst wird. Auch die laufende Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks könnte immer wieder für Impulse sorgen.
DAX
Anleger hoffen auf Handelsdeal zwischen den beiden größten Volkswirtschaften
Mit einer Erwartungshaltung blicken Investoren zudem auf das erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi. Voraussichtlich will Trump am Donnerstag am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in Südkorea Xi Jinping treffen.
„Die Beziehungen zu China sind sehr gut. Ich denke also, dass wir ein sehr gutes Ergebnis für unser Land und für die Welt erzielen werden“, so Trump.
US-Notenbank könnte weiter an den Zinsschrauben nach unten drehen – Powell am Abend im Blick
Am heutigen Abend steht der Fed-Leitzinsentscheid im Fokus (19:00 Uhr). Anleger rechnen damit, dass der US-amerikanische Währungshüter an den Zinsschrauben in Höhe eines Viertelprozentpunkts nach unten dreht. Aktuell liegt das Zinsband bei 4,00 bis 4,25 Prozent. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group schätzt die Chance auf 99,9 Prozent für besagtes Szenario. Auf der finalen Notenbanksitzung des Jahres 2025 könnte der Währungshüter erneut das Leitzinsniveau um 25 Basispunkte senken (84,8 Prozent).
Bruttoinlandsprodukt und EZB-Sitzung am Donnerstag im Fokus
Am Donnerstag warten gleichzeitig zahlreiche potenzielle Impulsgeber auf Anleger. Erste Schätzungen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für die Bundesrepublik Deutschland werden um 10:00 Uhr und die Pendants für die Eurozone um 11:00 Uhr erwartet.
Am Nachmittag stehen zudem die Werte für die US-amerikanische Seite auf dem Programm (13:30 Uhr).
Ebenfalls im Blick gilt es insbesondere den EZB-Leitzinsentscheid um 14:15 Uhr im Auge zu behalten. Die anschließende Pressekonferenz mit Christine Lagarde sollte um 14:45 Uhr beachtet werden.
Möglicherweise könnte die EZB eine Zinspause einlegen. Am 11. September hatte der Währungshüter den sogenannten Einlagesatz bei 2,00 Prozent belassen.
Auch am Freitag stehen mit den finalen Inflationsraten für die Eurozone (11:00 Uhr) und der Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben (13:30 Uhr) wichtige Daten auf der Tagesagenda.
Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks mit Zahlenflut
In der Berichtssaison sollten Marktteilnehmer heute die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Alphabet (ISIN: US02079K3059), Meta (ISIN: US30303M1027), Microsoft (ISIN: US5949181045) sowie am Donnerstag von Amazon (ISIN: US0231351067) und Apple (ISIN: US0378331005) im Auge behalten.
Hierzulande müssen Anleger heute die Zahlen von der Deutschen Bank (DE0005140008), Mercedes-Benz (ISIN: DE0007100000) und BASF (ISIN: DE000BASF111) sowie Adidas (ISIN: DE000A1EWWW0) verarbeiten. Am Donnerstag berichtet der Autobauer Volkswagen (ISIN: DE0007664039).



