DAX-Anleger befinden sich nach wie vor in einem Spannungsfeld, bestehend aus geldpolitischen als auch geopolitischen Fragezeichen.
Ebenfalls im Blickpunkt dürfte die Berichtssaison stehen, welche wichtige Impulse senden könnte. Im Fokus der Anleger stehen am Freitag insbesondere die US-Inflationsdaten, die nicht zuletzt geldpolitische Hinweise abgeben könnten.
DAX
Wirtschaftliche Unsicherheit, geopolitische Spannungen und geldpolitische Unwägbarkeiten dürften vorerst bleiben
Zur Wochenmitte zeigt sich der DAX ohne klare Richtung. Die Berichtssaison könnte zum Realitätstest für die zuletzt optimistischen Erwartungen werden. Anleger sollten sich nicht von starken Quartalszahlen blenden lassen, wenn die tektonischen Risiken unter der Oberfläche weiter zunehmen oder ungelöst bleiben. Die Kombination aus wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und geldpolitischen Unwägbarkeiten könnte Marktteilnehmer jederzeit wieder einholen.
Wegen des nach wie vor andauernden partiellen „Shutdowns“ in den Vereinigten Staaten kommt es nach wie vor zur Verzögerung von entsprechenden Wirtschaftsdaten in den USA, sodass Impulse aus Übersee Mangelware bleiben dürften.
Einkaufsmanager dies- und jenseits des Atlantiks erwartet – US-Teuerung im Fokus
Erwartet werden jedoch am Freitag zunächst erste Schätzungen zu den Einkaufsmanagern (HCOB) für das verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und „Gesamt“ (10:00 Uhr). Die Pendants für die Eurozone folgen um 11:00 Uhr und für die US-amerikanische Seite (S&P Global) um 15:45 Uhr.
Mit über Wohl und Wehe der Börsenwoche könnten aber nicht zuletzt die bereits mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreisdaten sorgen (14:30 Uhr). Besagte Rate gilt nicht zuletzt als Richtschnur für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Hinblick auf die Inflationsbeurteilung. Auch die Kernrate der Teuerung wird zugleich erwartet, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet. Für 14:30 Uhr werden indes die US-Verbraucherpreisdaten erwartet.
Ökonomen erwarten eine Verbraucherpreisrate für den Monat Oktober in Höhe von 3,1 Prozent (gegenüber dem Vorjahresmonat), nach 2,9 Prozent im August. Die Kernrate dürfte Schätzungen zufolge im gleichen Zeitraum bei 3,1 Prozent und damit unverändert liegen.
Abschließend steht um 16:00 Uhr das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) auf der Tagesagenda.
Berichtssaison startet hierzulande – Impulse auch aus den USA weiterhin denkbar
In der Berichtssaison blicken Anleger am heutigen Mittwochabend nach Börsenschluss auf die Veröffentlichung der Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von SAP (ISIN: DE0007164600). Am Freitag legt der Autobauer Porsche seine Zahlen vor (ISIN: DE000PAG9113).
Ihre Blicke dürften Anleger zudem in den USA heute auf die Zahlen von Tesla (US88160R1014) und am Donnerstag von Ford (US3453708600) und Intel (ISIN: US4581401001) richten.



