DAX-Anleger zeigen sich weiterhin unbeeindruckt von den jüngsten Entwicklungen in Frankreich. Das politische Beben im Nachbarland hat - zumindest hierzulande - kurze Beine. Solange die Krise keine konkreten negativen Folgen für die Eurozone nach sich zieht, dürften die Entwicklungen lediglich politisch brisant bleiben, aber ökonomisch berechenbar.
Der Wirtschaftsdatenkalender verspricht am heutigen Abend mit den Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung und einer geplante Rede durch Jerome Powell am Donnerstag wichtige Impulse.
DAX
Entwicklungen in Frankreich bleiben dynamisch – Anleger üben sich dennoch in Gelassenheit
Anleger üben sich offensichtlich in Sachen Frankreich in Gelassenheit. Am Montag hatte Frankreichs Premier nach nur vier Wochen Amtszeit seinen Rücktritt erklärt und damit ein Regierungsbeben ausgelöst. Medienberichten zufolge soll nun auch der französische Präsident Emmanuel Macron unter Druck geraten sein. Am heutigen Abend läuft zu dem die Frist für den Ministerpräsidenten Sebastien Lecornu aus, um mit den Parteien eine entsprechende Lösung für die derzeitige Krise zu finden.
Allerdings: Investoren scheinen derzeit bereit zu sein, politische Risiken gekonnt auszublenden, womöglich solange, bis sich keine akuten Ansteckungseffekte auf Wirtschaft oder Finanzmärkte abzeichnen.
Nach Ausbleiben der Non-Farm Payrolls: Fed-Reden im Blick
Angesichts des „Government Shutdowns“ in den USA waren die US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag nicht veröffentlicht worden. In diesem Zusammenhang dürften umso mehr beispielsweise erwartete Reden durch verschiedene Fed-Vertreter Gehör finden. Am heutigen Mittwoch kommen etwa Alberto Musalem (15:20 Uhr), Michael Barr (15:30 Uhr) und Austan Goolsbee (16:00 Uhr), Lorie Logan (19:15 Uhr) und Neel Kashkari (20:15 Uhr) zu Wort.
Herbstprojektion der Bundesregierung wird heute vorgestellt – FOMC-Protokolle am Abend erwartet
Ebenfalls dürfte es heute mit der Herbstprojektion der Bundesregierung spannend werden. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Vorfeld über die Zahlen erfahren. Demnach rechne die Regierung mit einem spürbaren Aufschwung in den nächsten Jahren, hieß es. So soll das BIP im Jahr 2026 um 1,3 Prozent steigen und im Jahr 2027 um 1,4 Prozent, nach 0,2 Prozent in diesem Jahr.
Am heutigen Abend (20:00 Uhr) stehen die sogenannten FOMC-Protokolle im Fokus. In diesem Zusammenhang dürften sich Anleger geldpolitische Hinweise versprechen.
Vor drei Wochen hatte die US-Notenbank erstmals in diesem Jahr das Leitzinsniveau verändert und um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 4,00 bis 4,25 Prozent nach unten korrigiert.
Eine Rede durch Jerome Powell könnte am Donnerstag mit über Wohl und Wehe entscheiden (14:30 Uhr).
Am Freitag dürften abschließend vorläufige Daten (Uni Michigan) zu den Erwartungen der Verbraucher in den USA für Impulse sorgen (16:00 Uhr).



