In der neuen Handelswoche dürften Anleger ihre Blicke insbesondere auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag richten. Zudem könnten die Entwicklungen in den Reihen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) für Gesprächsstoff sorgen. Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit des Währungshüters dürften zulasten der Risikobereitschaft gehen. Zudem gilt es Trumps Zollpolitik im Auge zu behalten.
Nach Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook – Sorgen um Unabhängigkeit der Fed bleiben
Nachdem US-Präsident Donald Trump die Fed-Gouverneurin Lisa Cook entlassen hat, sorgen sich Anleger dies- und jenseits des Atlantiks nach wie vor um die Unabhängigkeit des Währungshüters. Cook wolle allerdings ihre Entlassung mit einer Klage verhindern, hieß es. Trump hatte ihr Hypothekenbetrug vorgeworfen.
Eines der Kernthemen dürfte weiterhin die Geldpolitik in den USA bleiben. Am 17. September kommt die Fed planmäßig zusammen, um über die zukünftige Ausgestaltung zu entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in Höhe von 25 Basispunkten beträgt aktuell, wenn es nach „Fed-Watch-Tool“ der CME Group geht, 89,7 Prozent.
„JOLTs“ und ADP-Beschäftigungsdaten dürften ersten Vorgeschmack auf NFPs abgeben
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders dürfte es bereits am Dienstag mit dem ISM-Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe spannend werden (16:00 Uhr).
Die „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey) beziehen sich auf die offenen Stellen, welche am letzten Werktag des Monats offen sind. Geplant ist die Veröffentlichung für Mittwoch (16:00 Uhr).
Einen ersten Vorgeschmack auf die sogenannten Non-Farm Payrolls dürften die ADP-Beschäftigungsdaten am Donnerstag geben (14:15 Uhr).
Im weiteren Tagesverlauf wird das Pendant zum ISM-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor publik (16:00 Uhr).
US-Jobbericht könnte mit über Wohl und Wehe entscheiden – Weitere Eintrübung des Arbeitsmarkts denkbar
Der Freitag dürfte insgesamt ganz im Zeichen der Veröffentlichung des US-Jobberichts stehen (14:30 Uhr). Neben den Arbeitsmarktzahlen gilt es die Entwicklung der Arbeitslosenquote sowie der durchschnittlichen Stundenlöhne im Auge zu behalten.
Der US-Arbeitsmarktbericht dürfte insofern von großem Interesse sein, da dieser zu Beginn des vergangenen Monats sonderbar schwach ausgefallen war. Ob es zu einem Dämpfer der allgemeinen Zinssenkungsfantasien kommt, bleibt abzuwarten.
Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 78.000 Einheiten, nach 73.000 neuen Jobs im Vormonat.
Die separat ermittelte Arbeitslosenquote dürfte in diesem Zusammenhang bei 4,3 Prozent liegen, nach 4,2 Prozent im Vormonat.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



