In den kommenden Handelstagen dürften sich Anleger abermals den Entwicklungen im Handelsstreit widmen. Zugleich könnte eine geplante Rede durch Fed-Chef Jerome Powell geldpolitische Signale liefern und somit die Zinssenkungsfantasien beeinflussen. Diesseits des Atlantiks könnte auch die für den Donnerstag geplante EZB-Notenbanksitzung auf Interesse stoßen. Nicht zuletzt sollte die weiter an Fahrt aufnehmende US-Berichtssaison die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Anleger dürften weiterhin auf „Last-Minute-Deal“ im Zollstreit setzen – Spannung bis zum 1. August sollte steigen
Weiterhin drohen ab dem 1. August einheitliche Zusatzzölle in Höhe von 30 Prozent auf EU-Importe in die USA. Im Gegenzug stellte die Europäische Union (EU) jüngst Gegenmaßnahmen mit möglichen Vergeltungszöllen in Höhe von rund 72 Milliarden Euro in Aussicht, zu den bereits bestehenden Zölle in Summe von etwa 21 Milliarden Euro. Anleger dürften weiterhin auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen beiden Volkswirtschaften und damit auf einen „Last-Minute-Deal“ hoffen. Auf der anderen Seite sollten negative Überraschungen nicht ausgeschlossen werden. Der Handelsstreit könnte weiterhin wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Märkte schweben.
Powell-Rede am Dienstag im Blick – EZB-Sitzung könnte am Donnerstag auf Interesse stoßen
Auch wenn der Wirtschaftsdatenkalender in der neuen Handelswoche vergleichsweise überschaubar ausfällt, könnte es immer wieder zu wichtigen Impulsen kommen.
Am Dienstag steht etwa Jerome Powell im Fokus der Marktakteure (14:30 Uhr).
Wie die europäischen Kollegen der EZB sich am Donnerstagnachmittag in puncto Zinsen entscheiden, könnte auch in den USA Beachtung finden. Für 14:15 Uhr wird der EZB-Leitzinsentscheid erwartet. Ab 14:45 Uhr tritt Präsidentin Christine Lagarde vor die Öffentlichkeit.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und Einkaufsmanager am Donnerstag im Fokus
Für gewöhnlich rücken am Donnerstag die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in den Blickpunkt (14:30 Uhr).
Von Interesse dürfte auch der S&P Global Composite Einkaufsmanagerindex für die USA sein, welcher als wichtiger Frühindikator in Sachen wirtschaftlicher Aktivität im verarbeitenden Gewerbe nebst Dienstleistungssektor angesehen wird (15:45 Uhr).
Die Auftragseingänge für langlebige Güter rücken last but not least am Freitag in den Fokus der Marktakteure (14:30 Uhr).
Berichtssaison setzt sich mit Coca-Cola, Alphabet und Tesla weiter fort
In der Berichtssaison werden am Dienstag die Zahlen des abgelaufenen Quartals von Coca-Cola (ISIN: US1912161007) und General Motors (ISIN: US37045V1008) erwartet. Am Mittwoch stehen die Werte von Alphabet A (ISIN: US02079K3059) und Tesla (ISIN: US88160R1014) im Rampenlicht. Am Donnerstag berichtet beispielsweise Intel.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



