Im Fokus der neuen Handelswoche stehen insbesondere frische US-Verbraucherpreisdaten, welche geldpolitische Signale liefern könnten. Auch die Entwicklungen im Handelsstreit dürften Anleger weiter umtreiben. So hatte Trump über das Wochenende etwa Zölle auf EU-Importe in Höhe von 30 Prozent angekündigt. Nicht zuletzt könnte die mit Spannung erwartete US-Berichtssaison neue Impulse und damit zusätzlichen Schwung bringen.
Handelsstreit nimmt wieder an Fahrt auf – USA stellen Strafzölle in Höhe von 30 Prozent auf EU-Importe in Aussicht
US-Präsident Donald Trump hat über seine Social-Plattform am vergangenen Samstag Strafzölle in Höhe von 30 Prozent auf Einfuhren aus der EU ab dem 1. August angekündigt.
"Wir haben jahrelang über unsere Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns von diesen langfristigen, großen und anhaltenden Handelsdefiziten entfernen müssen, die durch ihre tarifären und nichttarifären Maßnahmen und Handelshemmnisse entstanden sind“, so Trump. "Unsere Beziehung war leider weit davon entfernt, auf Gegenseitigkeit zu beruhen."
Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sei man bereit, bis zum 1. August auf eine Einigung hinzuarbeiten, hieß es.
Chinesische Konjunkturdaten könnte wichtige Vorgaben liefern – US-Preisdaten am Dienstag und Mittwoch im Fokus
In der Nacht von Montag auf Dienstag sollten Anleger zunächst wichtige Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte im Auge behalten (04:00 Uhr).
Der Dienstagnachmittag dürfte indes ganz im Zeichen der Publikation neuer US-Teuerungsdaten stehen (14:30 Uhr). Erwartet wird, dass die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel im Vergleich zum Vorjahresmonat im Juni um 2,6 Prozent gestiegen sind, nach 2,4 Prozent im Mai.
Auch am Mittwoch könnte es wichtige Impulse durch die US-Erzeugerpreise geben (14:30 Uhr). Anleger dürften besagte Daten nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen. Die Hoffnung, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf der übernächsten planmäßigen Sitzung am 17. September 2025 an den Zinsschrauben nach unten dreht, ist groß. Das "Fed-Watch-Tool" der CME Group taxiert die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte derzeit auf 57,4 Prozent. Das Zinsband selbst liegt aktuell bei 4,25 bis 4,50 Prozent.
Am Abend wartet zudem das sogenannte „Beige Book“ auf Investoren (20:00 Uhr), welches über die aktuelle US-Wirtschaftslage berichtet.
US-Einzelhandelsumsätze und Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) runden Handelswoche ab
Am Donnerstag könnte es mit den US-Einzelhandelsumsätze und am Freitag mit vorläufigen Daten zum Verbrauchervertrauen aus dem Hause Uni Michigan (16:00 Uhr) ebenfalls zu wichtigen Impulsen kommen.
Berichtssaison in den Vereinigten Staaten beginnt – Impulse jederzeit denkbar
Mit Spannung dürften Anleger zudem dem Startschuss zur Berichtssaison in den Vereinigten Staaten entgegenfiebern. Erwartet werden am Dienstag etwa die Zahlen von BlackRock (ISIN: US09247X1019, der Citigroup (ISIN: US1729674242), JPMorgan (ISIN: US46625H1005) und Wells Fargo (ISIN: US9497461015). Am Mittwoch rücken die Zahlen von der Bank of America (ISIN: US0605051046), Goldman Sachs (ISIN: US38141G1040) sowie Morgan Stanley (ISIN: US6174464486) und am Donnerstag von PepsiCo (ISIN: US7134481081) und Netflix (ISIN: US64110L1061) in den Blickpunkt.
Marktteilnehmer sollten sich somit immer wieder auf die Möglichkeit wichtiger Impulse einstellen.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



