Die geopolitischen Entwicklungen im Nahostkonflikt dürften nach wie vor eines der zentralen Gesprächsthemen am Markt bleiben. Nach dem Angriff der USA auf iranische Atomanlagen setzen Anleger nun auf dauerhaften Frieden zwischen dem Iran und Israel. Insgesamt könnte der Konflikt allerdings weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Marktteilnehmer schweben. Im weiteren Wochenverlauf gilt es insbesondere wichtige US-Konjunkturdaten im Auge zu behalten.
DAX
Quelle: TradingView
Trump kündigt Waffenrufe zwischen Israel und Iran an – Anleger setzen auf weitere Entspannungssignale
Nachdem US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran verkündet hatte, warfen sich beide Seiten abermals Angriffe vor. Israel hatte den Iran kurz nach Beginn der Feuerpause vorgeworfen, Raketen abgefeuert zu haben. Der Iran wiederum hatte besagte Vorwürfe bestritten. So seien die letzten Raketen wenige Minuten vor Beginn des Abkommens abgefeuert worden, hieß es.
Trump mahnte zur Einhaltung der Feuerpause und forderte Israel nach der Ankündigung von Verteidigungsminister Katz auf, neue Angriffe zu beenden. "Werft diese Bomben nicht ab. Wenn ihr das tut, ist das ein schwerer Verstoß. Bringt eure Piloten nach Hause, jetzt“, so Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Anleger sollten sämtliche Entwicklungen nach wie vor mit Argusaugen beobachten. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten dürfte die Risikolaune abermals ausbremsen.
Der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und etwa China dürfte trotz der zuletzt ablenkenden Nachrichten aus dem Nahen Osten weiterhin eines der zentralen Themen am Markt sein. Anleger dürften auch hier auf weitere Lockerungssignale setzen.
Fed-Chef könnte geldpolitische Impulse senden – GfK-Verbraucherstimmung und US-Konjunkturdaten am Donnerstag voraus
Eine Anhörung des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell wird zudem am heutigen Nachmittag für 16:00 Uhr erwartet.
Der Wirtschaftsdatenkalender verspricht insbesondere am Donnerstag potenzielle Impulsgeber. Hierzulande werde etwa neue Daten zur Verbraucherstimmung aus dem Hause GfK publik (08:00 Uhr).
Erwartet werden auf US-Seite die Auftragseingänge zu den langlebigen Gütern, die BIP-Wachstumsrate und die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr).
Kernrate für persönliche Konsumausgaben in den USA könnten geldpolitische Impulse senden
Am Freitag dürfte sich die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Veröffentlichung wichtiger US-Preisdaten richten. So wird für 14:30 Uhr die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben erwartet, welche wichtige Inflationssignale abgeben könnte.
Das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) rundet die Handelswoche um 16:00 Uhr ab.



