In der neuen Handelswoche dürfte es insbesondere zur Wochenmitte mit neuen US-Verbraucherpreisdaten spannend werden. Auch die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China sollten Anleger mit Argusaugen beobachten. Am heutigen Montag werden etwa hochrangige Vertreter aus beiden Lagern in London erwartet.
Vertreter aus Washington und Peking wollen sich am Montag in London treffen
Zu Wochenbeginn blicken Anleger rund um den Globus auf mögliche positive Signale im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. In London werden für Peking unter anderem Vize-Ministerpräsident He Lifeng und für die USA Finanzminister Scott Bessent sowie Handelsminister Howard Lutnick und Handelsbeauftragter Jamieson Greer erwartet. Anleger dürften auf Fortschritte und damit Entspannungssignale im andauernden Zollkonflikt setzen.
Streit zwischen Trump und Musk als potenzieller Belastungsfaktor
Gleichzeitig könnte die jüngste Fehde zwischen Donald Trump und Elon Musk weiterhin für Unsicherheit sorgen. Der US-Präsident hatte jüngst vor „sehr schwerwiegenden Folgen“ gewarnt, falls der Tesla-Chef in Zukunft die Demokraten unterstützen sollte. „Wenn er das tut, dann muss er den Preis dafür bezahlen“, sagte Trump. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Republikaner mit finanziellen Konsequenzen für seine Unternehmen wie etwa Tesla und SpaceX gedroht.
Musk sowie die Demokraten lehnen das umfangreiche Steuer- und Ausgabengesetz Trumps ab. Besagtes Paket gilt als Auslöser des Streits. Während Musk Ausgabenkürzungen fordert, um das Haushaltsdefizit zu senken, würden die Pläne Trumps die US-Schulden weiter erhöhen.
US-Teuerung könnte wieder anziehen – Nervosität dürfte vor Veröffentlichung am Mittwoch anziehen
Für Mittwochnachmittag stehen die US-Inflationsdaten auf der Tagesagenda (14:30 Uhr). Neben der Entwicklung der Verbraucherpreisdaten dürften Investoren die Kernteuerung im Blick behalten. Ökonomen erwarten für die Inflationsrate inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel einen Wert von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,3 Prozent im April. Für die Kernrate der Inflation wird im gleichen Zeitraum ein Wert von 2,9 Prozent erwartet (zuvor: 2,8 Prozent).
US-Erzeugerpreise werden am Donnerstag erwartet – Verbraucherstimmungsdaten (Uni Michigan) runden Handelswoche ab
Auch die US-Erzeugerpreise gilt es im weiteren Wochenverlauf nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen. Erwartet werden besagte Daten am Donnerstag um 14:30 Uhr.
Die Handelswoche runden aus Sicht des Wirtschaftskalenders vorläufige Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Uni Michigan ab (16:00 Uhr).
In der Berichtssaison legen Nachzügler aus den zweiten und dritten Reihen die Ergebnisse ihres abgelaufenen Geschäftsquartals vor. Neben GameStop (Dienstag) werden Oracle (Mittwoch) und Adobe (Donnerstag) erwartet.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



