Die jüngsten Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und der Eurozone dürften Anleger in der ersten Juni-Woche womöglich verstärkt umtreiben. Nachdem sich zuletzt verschiedene Gerichte mit den Zöllen von US-Präsident Trump beschäftigt hatten, sorgt nun eine neue Ankündigung von Zöllen auf Stahlimporte in die USA für Furore.
In der neuen Handelswoche dürften Anleger insbesondere auf die Veröffentlichung neuer US-Arbeitsmarktdaten blicken. Auch der Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag sollte beachtet werden.
Trump kündigt Verdoppelung der Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte an
US-Präsident Donald Trump hat eine Verdoppelung der Zölle von aktuell 25 Prozent auf 50 Prozent des Warenwerts für Stahlimporte angekündigt und damit erneut rund um den Globus Unruhe initiiert. Die zusätzlichen Abgaben auf Einfuhren würden die US-Stahlindustrie stärken, so Trump. „Niemand wird darum herumkommen.“ Auch die Zölle auf Aluminium sollen auf 50 Prozent verdoppelt werden, hieß es. Unklar blieb, ob es aus Ausnahmen geben solle, etwa für Kanada und Mexiko, welche ein Freihandelsabkommen mit den USA haben.
ISM-Daten für verarbeitendes Gewerbe zu Wochenbeginn im Blick
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte es am Montag mit dem ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zunächst mögliche Impulse geben (16:00 Uhr).
In der Nacht von Montag auf Dienstag rückt der Caxin-PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe in den Blickpunkt (03:45 Uhr), welcher wichtige Vorgaben für den Handel am Dienstag abgeben könnte.
Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey) stehen um 16:00 Uhr auf der Tagesagenda. Besagte Daten beziehen sich auf sämtliche Positionen, welche am letzten Werktag des Monats unbesetzt sind. Erfasst werden Daten von rund 16.400 nichtlandwirtschaftlichen Unternehmen.
ADP-Beschäftigungsdaten am Mittwoch im Fokus – EZB entscheidet am Donnerstag über Leitzinsniveau in Eurozone
Einen ersten Appetizer auf die Non-Farm Payrolls (NFPs) dürften für gewöhnlich die ADP-Beschäftigungsdaten abgeben (14:15 Uhr).
Ihre Aufmerksamkeit sollten Investoren nicht zuletzt auch am Donnerstag auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) richten. Während der Leitzinsentscheid für 14:15 Uhr erwartet wird, dürfte EZB-Präsidentin Christine Lagarde um 14:45 Uhr vor die Öffentlichkeit treten.
Der europäische Währungshüter könnte erneut um 25 Basispunkte an den Zinsschrauben nach unten drehen und damit den Einlagensatz von aktuell 2,25 Prozent auf 2,0 Prozent senken.
Ökonomen erwarten Eintrübung des Jobmarkts außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat
Am Freitag steht die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts auf dem Plan (14:30 Uhr). Erwartet wird aktuellen Schätzungen zufolge ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft von insgesamt 130.000 Einheiten, nach 177.000 neuen Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte weiterhin bei 4,2 Prozent verharren. Auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne sollten Anleger beachten.
In der noch laufenden Berichtssaison legen etwa am Dienstag Unternehmen aus den zweiten und dritten Reihen wie NIO, CrowdStrike und Hewlett Packard Enterprise ihre Geschäftszahlen des abgelaufenen Quartals vor.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: IG Handelsplattform



