Im Fokus der Anleger stehen in der neuen Handelswoche insbesondere die Fed-Mitschriften der jüngsten Notenbanksitzung, welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt. Neben den Wachstumsraten zum US-BIP werden zudem bedeutende Preisdaten für die Vereinigten Staaten publik. Auch die wiederauflebenden Entwicklungen im schwelenden Handelsstreit dürften Beachtung finden. Ihre Schatten vorauswerfen könnte zudem die Veröffentlichung frischer Quartalszahlen in den Reihen NVIDIAs, welche für Mittwoch erwartet werden.
Trump droht EU mit Zöllen von 50 Prozent – Handelsstreitigkeiten könnten Anleger verunsichern
US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union (EU) am Freitag mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent auf Waren aus der EU gedroht. Laut Trumps Meinung hätten sich die Verhandlungen mit Brüssel bis dato schwierig gestaltet. „Daher empfehle ich einen direkten Zollsatz von 50 Prozent für die Europäische Union ab dem 1. Juni 2025."
Wie in der Woche zuvor sollten Anleger zudem immer wieder Reden durch geldpolitische Fed-Vertreter im Blick behalten. Neel Kashkari von dem Fed-Ableger aus Minneapolis wird etwa um 10:00 Uhr für Dienstagvormittag und zur gleichen Uhrzeit am Mittwoch erwartet. Am Nachmittag gilt es neue Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter im Auge zu behalten (14:30 Uhr). Da besagte Güter in der Regel mit größeren Ausgaben verbunden sind, könnten diese wichtige Hinweise über die US-Aktivität abgeben.
„FOMC-Minutes“ könnten am Mittwoch geldpolitische Impulse senden
Zur Wochenmitte rücken am Abend die im Jargon sogenannten „FOMC-Minutes“ in den Blickpunkt (20:00 Uhr). Anleger versprechen sich in diesem Zusammenhang Hinweise über die Ausgestaltung der US-Geldpolitik. Vor zwei Wochen hatte die Fed das Zinsband erwartungsgemäß unverändert gelassen.
Am vergangenen Donnerstag hatte etwa Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller dem Sender Fox Business gesagt, dass er mit Blick auf die Zollfrage optimistischer gestimmt sei als im Monat zuvor.
"Wenn wir die Zölle auf fast zehn Prozent senken können und es dann so um den Juli herum alles unter Dach und Fach ist, dann sind wir für die zweite Jahreshälfte gut aufgestellt", sagte Waller. Eine Beruhigung in puncto Zölle könne dazu führen, dass die US-Notenbank in der zweiten Jahreshälfte Zinssenkungen angehe.
US-BIP und „PCE-Kerndeflator“ für persönlichen Konsumausgaben runden Handelswoche ab
Von großer Bedeutung könnten die zweiten Schätzungen zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) werden (14:30 Uhr). Insbesondere vor dem Hintergrund des schwelenden Zollstreits zwischen den USA und wichtigen Volkswirtschaften dürften die Zahlen Beachtung finden.
Der sogenannte „PCE-Kerndeflator“ für die persönlichen Konsumausgaben steht am Freitagnachmittag im Mittelpunkt (14:30 Uhr). Besagte Preisdaten könnten wichtige Inflationssignale abgeben und damit geldpolitische Impulse senden.
Ihre Aufmerksamkeit dürften Anleger zudem auf die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartal in den Reihen NVIDIAs richten, welche für Mittwochabend nach US-Börsenschluss erwartet werden.
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Quelle: TradingView
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