Neue Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie in puncto Jerome Powell vs. Donald Trump könnten dem deutschen Leitindex in der zweiten Wochenhälfte Auftrieb geben. Der US-Präsident kündigte an, dass die Zölle im Handel mit der Volksrepublik künftig deutlich niedriger sein werden.
Punktuell steht neben der Veröffentlichung von Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks die laufende Berichtssaison im Blickpunkt der Marktakteure.
DAX
Quelle: TradingView
Trump will bei Verhandlungen mit China „sehr freundlich sein“
Trump hatte im Zollstreit ein wenig zurückgerudert und somit für Entspannungssignale gesorgt. Aktuell veranschlagen die USA auf Importe aus dem Reich der Mitte Sonderzölle von bis zu 145 Prozent. Peking veranschlagt wiederum für US-Einfuhren 125 Prozent. Trump wolle in den Verhandlungen mit China „sehr freundlich sein“. Die Zölle würden demnach deutlich sinken, allerdings nicht auf null.
Zudem sagte Trump, dass er keine Pläne habe, den Fed-Chef entlassen zu wollen. Zu Wochenbeginn hatte der US-Präsident Jerome Powell abermals kritisiert und somit Fragen bezüglich der Unabhängigkeit des Währungshüters aufkommen lassen. Trump würde gerne Zinssenkungen sehen.
Einkaufsmanager (S&P Global) stehen am heutigen Nachmittag (15:45 Uhr) für die Bereiche Dienstleistung und Service sowie "Gesamt".
ifo-Index hierzulande am Donnerstag im Fokus – US-Wirtschaftsdaten im Blick
Am Donnerstag dürften Anleger ihren Fokus insbesondere auf den ifo-Geschäftsklimaindex richten (10:00 Uhr).
Für gewöhnlich werden am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe publik (14:30 Uhr). Zur gleichen Uhrzeit richtet sich auch die Aufmerksamkeit auf die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA.
Abschließend dürfte am Freitag das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) um 16:00 Uhr auf Interesse stoßen.
IWF-Treffen könnte immer wieder für Impulse sorgen – Wachstumserwartungen gedämpft
Gleichzeitig sollten Anleger immer wieder das IWF-Treffen in Washington beachten, welches bis zum kommenden Samstag andauert. Der Internationale Währungsfonds hatte am Dienstag wegen des Zollstreits seine Wachstumserwartungen weltweit gedämpft. Die globale Wirtschaft sei an einem kritischen Punkt, hieß es.
Für die USA werde demnach für 2025 ein Wachstum von 1,8 Prozent erwartet und damit 0,9 Prozentpunkte weniger als noch im Januar. Weltweit rechnet der IWF mit einem Plus von 2,8 Prozent (zuvor: 3,3 Prozent).
In der Berichtssaison stehen in den USA am Donnerstag die Zahlen von Alphabet und Intel im Fokus, welche auch in Frankfurt am Main Beachtung finden dürften.



