Neben wichtigen US-Inflationsdaten dürfte insbesondere der Startschuss zur Berichtssaison in den Vereinigten Staaten durch die US-Großbanken interessant sein. Vor diesem Hintergrund dürften Anleger im Vorfeld tendenziell ihr Pulver trocken halten. Nicht zuletzt sollte der immer näher heranrückende Einzug Donald Trumps in das Weiße Haus seine Schatten vorauswerfen. Am kommenden Montag beginnt die Amtszeit des Republikaners.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Deutsche Wirtschaft schrumpft in 2024 um 0,2 Prozent – Zweites Mal in Folge
Bereits am heutigen Mittwochvormittag wurde publik, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2024 voraussichtlich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen ist, wie das Statistische Bundesamt bekanntgab. Die Schätzung basiere jedoch auf einer „unvollständigen Datenbasis“ und sei in diesem Zusammenhang mit noch höherer Unsicherheit belastet, hieß es.
Im Jahr 2024 sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit das zweite Mal in Serie. In 2023 war das BIP um 0,3 Prozent gesunken.
US-Verbraucherpreise könnten wieder anziehen – Anleger fürchten Eintrübung der Zinssenkungsfantasien
Im Fokus der Anleger stehen heute Nachmittag die sogenannten US-Verbraucherpreise um 14:30 Uhr, welche Aufschluss über die zukünftige Ausgestaltung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten geben könnten. Ökonomen erwarten neuesten Schätzungen zufolge eine Teuerungsrate (inklusive Energie und Lebensmittel) in Höhe von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 2,7 Prozent im November.
Für die Kernrate wird im gleichen Zeitraum ein Niveau von 3,3 Prozent erwartet und damit keine Veränderung. Besagter Wert blendet die schwankungsanfälligen Treiber Energie sowie Lebensmittel aus und gilt nicht zuletzt als maßgebend für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Hinblick auf die Inflationsbeurteilung.
Deutsche Inflation, US-Einzelhandelsdaten und China-Werte im Fokus
Auch am Donnerstag dürfte es mit den finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland Impulse geben (08:00 Uhr). Die US-Einzelhandelsumsätze (14:30 Uhr) gilt es ebenfalls zu beachten. Besagte Daten dürfte Hinweise über den Gesundheitszustand der Konjunktur liefern.
Wichtige Vorgaben für den Handel am letzten Handelstag der Woche könnten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bedeutende Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte geben. Publik werden neben den Einzelhandelsumsätzen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowie frische Daten zur Industrieproduktion.
Mit Spannung sollten Anleger auch weiter der Amtseinführung Trumps entgegenfiebern. Bislang bleibt unklar, ob und in welchem Stil der Republikaner etwa Strafzölle gegen China und die Eurozone verhängt.
US-Großbanken geben Startschuss für Berichtssaison ab – JPMorgan und Goldman Sachs im Blick
Am heutigen Mittwoch öffnen JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo ihre Bücher.
Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der Publikation der Zahlen der Bank of America und Morgan Stanley.



