Mit großer Spannung fiebern Anleger der heutigen Fed-Notenbanksitzung entgegen. Während ein Zinssenkungsschritt in Höhe von 25 Basispunkten zum größten Teil eingepreist sein dürfte, blicken die Märkte umso mehr auf die anschließende FOMC-Pressekonferenz mit Jerome Powell. In der zweiten Wochenhälfte stehen zudem weiterhin wichtige Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Die Hoffnungen auf eine mögliche Weihnachtsrallye bleiben zunächst bestehen.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet – Powell-Rhetorik dürfte auf die Goldwaage gelegt werden
Der am Abend zu erwartende Leitzinsentscheid der Federal Reserve (Fed) um 20:00 Uhr besitzt das Potenzial die Weichen nicht für eine mögliche Weihnachtsrallye, sondern auch über den Werdegang im neuen Jahr 2025 mit zu entscheiden.
Anleger rechnen stark mit einem Zinssenkungsschritt um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent.
Von größerem Interesse dürfte jedoch sein, welche geldpolitischen Hinweise Jerome Powell auf der FOMC-Pressekonferenz abgibt (20:30 Uhr).
Wegen möglicher Inflationssorgen unter der neuen Trump-Regierung könnte die Fed eine straffere Geldpolitik im kommenden Jahr an den Tag legen als zuletzt noch gedacht. Eine Zinspause auf der ersten Sitzung im Jahr 2025 (29.01.) wäre in diesem Kontext denkbar.
US-BIP könnte schwächeln – Bank of England und Peoples Bank of China entscheiden ebenfalls über Leitzins
Am Donnerstag richtet sich der Blick zunächst auf neue GfK-Verbraucherstimmungsdaten (08:00 Uhr).
Insbesondere die annualisierten BIP-Wachstumsraten für die Vereinigten Staaten dürften die Aufmerksamkeit auf sich ziehen (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten eine Rate von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach zuvor 3,0 Prozent.
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe dürften für gewöhnlich zur gleichen Uhrzeit auf Interesse stoßen.
Auch wenn die Fed-Notenbanksitzung insgesamt im Fokus stehen dürfte, sollten Anleger die Zinsentscheide der Bank of England (BoE) am Donnerstag und die der People’s Bank of China (PboC) in der Nacht zu Freitag nicht vergessen.
Preisdaten dies- und jenseits des Atlantiks im Fokus
Am Freitag rücken zunächst hierzulande neue Erzeugerpreise in den Blickpunkt (08:00 Uhr).
Mit dem sogenannten PCE-Deflator für die persönlichen Konsumausgaben wartet zum Wochenabschluss auf Anleger ein weiteres Highlight (14:30 Uhr). Besagte US-Preisdaten werden nicht zuletzt als wichtige Richtschnur im Hinblick auf die kommende Teuerung angesehen. Gerechnet wird mit einem Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat (zuvor: 0,3 Prozent).
Die Handelswoche runden Daten zum Verbrauchervertrauen (Reuters/ Uni Michigan) um 16:00 Uhr ab.



