In der neuen Handelswoche dürften neben geopolitischen Unwägbarkeiten wieder verstärkt die geldpolitischen Entwicklungen in den Fokus der Anleger rücken. Insbesondere Wirtschafts- sowie Teuerungsdaten könnten wichtige Impulse senden.
Wegen des anstehenden Feiertages „Thanksgiving“ sollten sich Marktteilnehmer jedoch auf eine verkürzte Börsenwoche einstellen.
Geopolitische Risiken nehmen wieder zu – US-Anleger noch weitestgehend unbeeindruckt
In der vergangenen Woche hatte der russische Präsident Wladimir Putin eine aktualisierte Atomdoktrin unterzeichnet und Anleger zunächst in der Eurozone verschreckt. Ob die geopolitischen Risiken auch auf die US-Börsen überschwappen, bleibt abzuwarten. Russland hatte zudem eine ballistische Rakete mit mittlerer Reichweite gegen die Ukraine eingesetzt und damit auf die jüngsten Angriffe der ukrainischen Seite mit westlichen Raketen größerer Reichweite reagiert, hieß es von Putin.
Fed-Mitschriften zur Wochenmitte im Blick – „PCE-Kerndeflator“ sieht keine Veränderung vor
Die sogenannten Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung (FOMC-Protokolle) werden bereits am Dienstag um 20:00 Uhr publik. Anleger dürften diese in gewohnter Art und Weise nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen.
Auf der vergangenen Fed-Sitzung wurde das Leitzinsniveau um 25 Basispunkte auf ein Niveau von 4,50-4,75 Prozent angepasst.
Der PCE-Kerndeflator für die persönlichen Konsumausgaben wird am Mittwoch um 14:30 Uhr publik. Ökonomen erwarten gegenüber dem Vormonat ein Plus von 0,30 Prozent und damit keine Veränderung zum Vergleichszeitraum.
Bruttoinlandsprodukt könnte Schwächesignale aufweisen
Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (annualisiert) steht zur gleichen Uhrzeit im Fokus und sieht ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal vor, nach zuvor 3,0 Prozent.
Für wichtige Impulse könnten auch die Auftragseingänge langlebiger Güter sorgen (14:30 Uhr), welche in der Regel mit größeren Anschaffungsausgaben verbunden sind und somit eine wichtige Indikation im Hinblick auf die Aktivität der US-Wirtschaft abgeben könnten.
US-Börsen bleiben an „Thanksgiving“ geschlossen – Berichtssaison neigt sich dem Ende zu
Da am Donnerstag wegen „Thanksgiving“ die Börsenpforten geschlossen bleiben, dürften sich bereits viel Händler vorzeitig in ein verlängertes Wochenende verabschieden.
In der Nacht von Freitag auf Samstag blicken Investoren zudem noch auf chinesische Konjunkturdaten zum PMI-Produktionsindex, sowie dem Pendant zum nicht-verarbeitenden Gewerbe. Besagte Daten dürften entsprechende Vorgaben für den Handel in der Woche darauf abgeben.
Die Berichtssaison dürfte langsam, aber sich dem Ende zu gehen. Dennoch berichten Unternehmen aus den zweiten und dritten Reihen. Am Montag stehen die Zahlen von Zoom Video Communications auf der Agenda. Am Dienstag präsentieren CrowdStrike Holdings sowie HP ihre Zahlen des abgelaufenen Quartals.



