Zwei Wochen nach der US-Wahl ist am deutschen Aktienmarkt wieder Ernüchterung eingekehrt. Anleger fürchten zusehends eine restriktive Wirtschaftspolitik Trumps gegen die Eurozone nebst China.
Die an der Wall Street mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des KI-Riesen NVIDIA dürften auch in Frankfurt am Main sehnsüchtig erwartet werden. Indes könnten geopolitische Unwägbarkeiten Investoren wieder verstärkt umtreiben.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Ukraine-Russland-Konflikt: Geopolitische Spannungen könnten Anleger wieder verstärkt umtreiben
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine aktualisierte Nukleardoktrin unterzeichnet und die geopolitischen Unsicherheiten zu Wochenbeginn erneut erhöht. Demnach sei die Schwelle für einen Atomschlag gesenkt, hieß es. Die Ukraine hatte jüngst nach Angaben des ukrainischen Präsidenten russisches Staatsgebiet erstmals mit US-Raketen angegriffen, welche eine größere Reichweite aufweisen.
Deutsche Erzeugerpreise fallen das 16. Mal in Folge
Die Erzeugerpreisdaten für die Bundesrepublik Deutschland standen bereits am Mittwochmorgen auf der Agenda. Der seit über einem Jahr andauernde Rückgang hat sich neuesten Zahlen demnach verlangsamt. Die Hersteller gewerblicher Produkte nahmen im Mittel 1,1 Prozent weniger für ihre Waren als noch vor einem Jahr. Ökonomen hatten gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang um 1,10 Prozent erwartet, nach minus 1,40 Prozent im September.
Im Oktober lagen die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel bei 2 Prozent (im Vergleich zum Vormonat). Die Erzeugerpreise werden nicht zuletzt auch als wichtige Richtschnur im Hinblick auf die Inflationsentwicklung angesehen.
US-Daten liefern Schwerpunkt am Donnerstag – Einkaufsmanager dürften konjunkturelles Lagebild abgeben
Während der Mittwoch aus Sicht des Wirtschaftskalenders insgesamt weniger relevante Daten vorsieht, dürfte sich der Fokus umso mehr auf den Donnerstag richten.
Morgen blicken Anleger insbesondere jenseits des großen Teichs auf wichtige US-Wirtschaftsdaten.
Für gewöhnlich stehen um 14:30 Uhr die wöchentlichen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf der Agenda. Auch der sogenannte Philly-Fed-Herstellungsindex könnte zur gleichen Uhrzeit für Bewegung sorgen.
Am Freitag rücken zunächst hierzulande neue Daten zur Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts in den Fokus (08:00 Uhr).
Einkaufsmanager (HCOB) für Deutschland (09:30 Uhr) und das Pendant für die Eurozone (10:00 Uhr) werden ebenfalls publik.
Am Nachmittag stehen Einkaufsmanager von S&P Global auf dem Plan. Verbraucherstimmungsdaten (Reuters/Uni Michigan) runden die Handelswoche um 16:00 Uhr ab.
NVIDIA muss liefern – Belastungstest für KI-Rallye
Am heutigen Nachmittag richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger insbesondere auf die Publikation der Zahlen von NVIDIA, welche nach US-Börsenschluss publik werden. In den vergangenen acht Quartalen konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten jeweils übertreffen. Die Ergebnisse dürften einen Belastungstest darstellen, inwieweit die jüngste KI-Rallye zu bewerten ist.



