Rund 1,5 Wochen nach Feststellung des US-Wahlergebnisses dürften die Personalentscheidungen Trumps weiterhin eine wichtige Thematik am Markt darstellen. Die Sorge vor zuletzt anziehenden Anleiherenditen könnte durch die Hoffnung auf eine wirtschaftsfreundliche Steuer- und Handelspolitik durch den designierten Präsidenten Donald Trump gedeckelt werden. Insbesondere die Zahlen des KI-Riesens NVIDIA dürften in der neuen Handelswoche im Fokus stehen.
Anleger weiterhin erleichtert über rasche Regierungsbildung in den Vereinigten Staaten
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte es in den kommenden fünf Handelstagen vergleichsweise ruhig zugehen. Dennoch sollten die Nachwirkungen der jüngsten US-Präsidentschaftswahl nebst Fed-Notenbanksitzung weiterhin zu spüren sein.
Ab dem 21. Januar 2025 bewohnt zukünftig der Republikaner Donald Trump das Weiße Haus. Ein rasches Wahlergebnis hat eine politische Hängepartie verhindern und somit für großes Aufatmen sorgen können.
Übergeordnet dürfte auch die Ausgestaltung der zukünftigen US-Geldpolitik eines der zentralen Themen bleiben. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte Anfang November erneut den Leitzins nach der Zinswende im September gesenkt. Die Hoffnung ist groß, dass ein weiterer Zinsschritt auch auf der finalen Sitzung des Jahres am 18.12. erfolgt.
Fed-Vertreter kommen erneut zu Wort – US-Daten verstärkt am Donnerstag im Blick
Bereits in der vergangenen Handelswoche kamen zahlreiche Fed-Vertreter zu Wort, welche entsprechend für geldpolitische Hinweise sorgten. Powell sagte etwa, dass die Fed es mit Zinssenkungen nicht eilig haben müsse, da die Wirtschaft keine solchen Signale sende. „Die Stärke, die wir derzeit in der Wirtschaft sehen, gibt uns die Möglichkeit, unsere Entscheidungen vorsichtig anzugehen", sagte er am vergangenen Donnerstag auf einer Veranstaltung der Dallas-Fed.
Eine rede durch Fed-Mitglied Goolsbee (Chicago) steht am Dienstag um 16:00 Uhr im Fokus.
Von Interesse für Anleger könnten auch die finalen Oktober-Inflationszahlen aus der Eurozone sein, welche bereits um 11:00 Uhr publik werden. Für die Kernrate der Teuerung wird ein Wert von 2,70 Prozent (gegenüber dem Vorjahresmonat) erwartet und damit keine Veränderung zum September. Die großen Währungshüter EZB und Fed könnten in den kommenden Monaten ihren Zinssenkungszyklus tendenziell weiter fortsetzen.
Während der Mittwoch weniger relevante Daten vorsieht, dürfte sich der Blick umso mehr auf den Donnerstag mit der Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe richten (14:30 Uhr).
Zur gleichen Uhrzeit wird zudem auch der Philly-Fed-Herstellungsindex publik. Ab 14:45 Uhr tritt Fed-Mitglied Hammack (Cleveland) vor die Öffentlichkeit. Einkaufsmanager (S&P Global) stehen um 15:45 Uhr im Blickpunkt.
Weitere Reden durch Fed-Vertreter folgen mit Barkin (Richmond) (17:15 Uhr), Goolsbee (18:25 Uhr) sowie erneut Hammack (18:30 Uhr).
Verbraucherstimmungsdaten am Freitag im Fokus – NVIDIA könnte über Wohl und Wehe der Börsenwoche entscheiden
Am Freitag dürften zudem neue Daten zum Verbrauchervertrauen aus dem Hause Reuters und der Uni Michigan (16:00 Uhr) auf Interesse stoßen.
Die Berichtssaison setzt sich zudem nach einer Verschnaufpause in der vergangenen Woche mit einem Highlight weiter fort. Am Dienstag berichten etwa Walmart und zur Wochenmitte Nio. Mit großer Spannung werden jedoch die Zahlen von NVIDIA erwartet. Am Donnerstag berichtet etwa noch Deere & Co.



