In der neuen Handelswoche haben es Anleger mit gleich mehreren bedeutenden Schlüsselevents zu tun. Auf der einen Seite dürfte sich der Aufmerksamkeit insbesondere auf die US-Präsidentschaftswahlen am Dienstag richten. Am Donnerstag kommt die US-Notenbank Federal Reserve zusammen, um über die geldpolitische Marschroute zu entscheiden. Auch die Berichtssaison dürfte weiterhin mit Zahlen aus den zweiten und dritten Reihen für Impulse sorgen.
Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Kamala Harris und Donald Trump – Erhöhte Volatilität denkbar
Die US-Präsidentschaftswahl könnte nicht nur über Wohl und Wehe der neuen Handelswoche, sondern auch darüber hinaus mitentscheiden. Seit Monaten zeichnet sich zwischen dem Republikaner Donald Trump und Demokratin Kamala Harris ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab, sodass völlig offenbleibt, wer in Zukunft in das Weiße Haus einziehen wird.
Angesichts der Unsicherheit über die zukünftige Regierungsbildung sollten sich Investoren grundsätzlich auf eine erhöhte Volatilität einstellen.
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders stehen im Dienstag allerdings noch neue China-Daten im Blick (02:45 Uhr). Der sogenannte Caixin-Index für den Dienstleistungssektor könnte in der Nacht von Montag auf Dienstag für wichtige Vorgaben sorgen.
Am Nachmittag kommt EZB-Präsidentin Christine Lagarde zu Wort (15:30 Uhr). Der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe steht um 16:00 Uhr im Fokus.
Zukünftige Regierungsbildung könnte sich hinziehen – Zusätzliche Unsicherheit möglich
Erste Tendenzen über die Wahlergebnisse in puncto US-Wahlpräsidentschaftswahl könnte es bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch geben, sodass Anleger die Entwicklungen im Auge behalten sollten.
Sollte es zunächst zu keinem eindeutigen Wahlergebnis kommen, droht eine Hängepartie mit weiteren Unsicherheiten für die Märkte. Auf der Gegenseite dürfte ein eindeutiger Wahlsieger für Erleichterung sorgen.
Anleger rechnen mit erneuter Zinssenkung um 25 Basispunkte – Powell-Rhetorik im Fokus
Trotz einer aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders überschaubaren ersten Wochenhälfte könnte es wegen der US-Wahl turbulent zugehen.
Ihre Schatten vorauswerfen dürfte zudem auch die für den Donnerstag geplante Fed-Notenbanksitzung. Während für 20:00 Uhr die Verkündigung des Leitzinsentscheides zu erwarten ist, steht für 20:30 Uhr die FOMC-Pressekonferenz mit Jerome Powell auf der Agenda.
Aktuell erwarten Marktteilnehmer, dass die Fed im Umfang von 25 Basispunkten an den Zinsschrauben nach unten dreht und das Zinsband auf 4,25 bis 4,50 Prozent entsprechend anpasst.
Von höherer Bedeutung dürfte die Rede durch Powell sein, welche wichtige Hinweise über die zukünftigen Zinsentscheidungen liefern könnte. Gut möglich, dass die Fed auch am 18. Dezember und damit auf der letzten Sitzung des Jahres erneut die Zinsen nach unten korrigiert.
Verbraucherstimmungsdaten und Quartalszahlen aus den zweiten und dritten Reihen im Blick
Am Freitag werden abschließend vorläufige Daten zur Verbraucherstimmung aus dem Hause Michigan publik (16:00 Uhr).
Am Montag blicken Anleger beispielsweise auf die Zahlen von Palantir und am Mittwoch auf die von Novo Nordisk und AMC-Entertainment. Am Donnerstag berichten Moderna, Airbnb und Pinterest.



