Zentrales Gesprächsthema am deutschen Aktienmarkt dürfte weiterhin die am kommenden Dienstag anstehende US-Präsidentschaftswahl sein. Angesichts der Unsicherheit über die zukünftige Regierungsbildung könnten Anleger das ganz große Risiko allerdings meiden. Neben der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten dies- und jenseits des Atlantiks sollten Investoren die laufende Berichtssaison im Auge behalten.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Deutsches Bruttoinlandsprodukt wächst überraschend – ADP-Daten und US-BIP im Blick
Bereits am heutigen Morgen wurden neue Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt publik, welches von Juli bis September um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal überraschenderweise zulegen konnte. Im Vorfeld hatten Ökonomen mit einem Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet.
Einen ersten Vorgeschmack auf die offiziellen US-Jobdaten (Non-Farm Payrolls) geben am Nachmittag die sogenannten ADP-Daten ab (13:15 Uhr). Erwartet werden 115.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach 143.000 Einheiten im Vormonat.
Auf großes Interesse dürfte auch die Wachstumsrate zum US-amerikanischen BIP stoßen, welches gegenüber dem Vorquartal um 3,0 Prozent angezogen haben könnte, nach ebenfalls 3,0 Prozent im Vergleichszeitraum.
China-Daten könnten wichtige Vorgaben liefern – US-Preisdaten dürften wichtige Inflationssignale senden
Auch aus China dürften Anleger in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wichtige Vorgaben erwarten. Neben dem NBS-PMI-Produktionsindex wird das Pendant für das nicht-verarbeitende Gewerbe publik (02:30 Uhr).
Zudem dürfte sich die Aufmerksamkeit auf die deutschen Einzelhandelsumsätze (08:00 Uhr), den EU-Verbraucherpreisen so dem „PCE-Deflator“ für die persönlichen Konsumausgaben richten.
Am Freitag könnte der Caixin-Einkaufsmanagerindex für die Produktion zunächst bewegen (02:45 Uhr).
Ökonomen erwarten starken Einbruch des US-Jobmarkts – Börsen-Schwergewichte legen Zahlen vor
Als Wochenhighlight sollte der offizielle US-Arbeitsmarktbericht fungieren (13:30 Uhr). Erwartet wird eine deutliche Eintrübung des Jobmarkts. Nachdem im September insgesamt 254.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen werden konnten, dürften es im Oktober laut Prognosen lediglich 115.000 Einheiten gewesen sein.
Durch den ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe (15:00 Uhr) sind ebenfalls wichtige Impulse zu erwarten.
Die laufende Berichtssaison könnte immer wieder für wichtige Impulse sorgen. Heute müssen sich Anleger mit den Zahlen von BASF und Volkswagen beschäftigen. Der Chemiekonzern BASF dämpfte wegen eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes die Erwartungen, bekräftigte allerdings seine Ergebnisziele für 2024.
Wegen der mauen Nachfrage aus China und hohen Kosten ist der Gewinn in den Reihen Volkswagens im dritten Quartal stark eingebrochen.
In den USA stehen die Zahlen von Meta und Microsoft heute auf der Agenda. Am Donnerstag folgen Amazon und Apple.



