Anleger dürften auch in der neuen Handelswoche auf überzeugende Unternehmenszahlen und damit auf eine Fortsetzung der jüngsten Rekordjagd an der Wall Street hoffen. Auch die Entwicklungen in China in puncto Konjunkturhilfen könnten beflügeln. Nach zahlreichen Wirtschaftsdaten aus der vergangenen Woche geht es in den kommenden fünf Handelstagen aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders vergleichsweise überschaubar zu.
Freude über US-Berichtssaison könnte weiter anhalten
Die Freude über starke Bankbilanzen könnte in die neue Handelswoche mitschwingen. JPMorgan als Wells Fargo hatten am Freitag auf ein gutes Geschäft im Investmentbanking verwiesen.
Die zuletzt gedämpften Zinssenkungsfantasien in den USA dürften damit zunächst gedeckelt werden. Gemischte Inflationszahlen hatten am vergangenen Donnerstag die Sorge genährt, dass sich die Fed in puncto Zinssenkungen doch noch Zeit lassen könnte.
Impulse aus China denkbar – Fed-Vertreter kommen zu Wort
Impulse könnte es am Montag zunächst durch Konjunkturdaten aus China geben. Erwartet werden Daten zu den Importen, Exporten und der Handelsbilanz.
Medienberichten zufolge wolle man zudem ab dem 25. Oktober die Zinssätze für Immobilienkredite senken.
Über den Tag verteilt könnten die Fed-Vertreter Kashkari (15:00 Uhr/23:00 Uhr/Minneapolis) sowie Gouverneur Christopher Waller für Impulse sorgen.
Am Dienstag kommen neben Mary Daly (17:30 Uhr/San Francisco) auch Gouverneurin Adriana Kugler zu Wort (19:00 Uhr).
EZB entscheidet am Donnerstag für Geldpolitik – Fed kommt am 07. November zusammen
Ihren Blick sollten Anleger auch auf die Entwicklungen in der Eurozone richten. Am Donnerstag kommt die Europäische Zentralbank (EZB) zusammen, um über den Leitzins zu entscheiden. Erwartet wird eine Senkung des relevanten Einlagesatzes um 25 Basispunkte auf ein Niveau von 3,25 Prozent.
In den USA tagt die Federal Reserve erst wieder am 07. November, um über die zukünftige Ausgestaltung der Geldpolitik zu entscheiden. Marktteilnehmer setzen derzeit auf eine Senkung in Höhe von 25 Einheiten.
Auf US-Seite dürften um 14:30 Uhr neue Einzelhandelsdaten für Impulse sorgen. Erwartet wird in diesem Fall ein Plus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat (zuvor: 0,1 Prozent).
Auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe könnten zur gleichen Uhrzeit bewegen. Am vergangenen Donnerstag waren diese besonders stark ausgefallen, was nicht zuletzt die Sorge vor einem Abschwung am Arbeitsmarkt forcierte.
Chinesische Konjunkturdaten dürften Impulse geben – Weitere US-Großbanken öffnen Bücher
Geldpolitische Impulse könnten es durch Fed-Mitglied Goolsbee (15:00 Uhr/Chicago) sowie am Freitag durch Neel Kashkari (16:00 Uhr), Christopher Waller und Raphael Bostic von dem Fed-Ableger aus Atlanta geben.
Auf großes Interesse stoßen dürften erneut wichtige China-Daten (04:00 Uhr) wie etwa zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), zum Einzelhandel und zur Industrieproduktion.
In der laufenden Berichtssaison richten sich die Blicke am Dienstag auf die Zahlen der Bank of America, Citigroup sowie Goldman Sachs. Am Donnerstag berichten Morgan Stanley und Netflix und am Freitag beispielsweise American Express und Procter & Gamble.



