Die Freude über die in Aussicht gestellten Konjunkturhilfen durch die chinesische Regierung für die eigene Wirtschaft dürften auch in der neuen Handelswoche für Gesprächsstoff sorgen. Neben einer geplanten Rede durch Fed-Oberhaupt Jerome Powell sollte sich die Aufmerksamkeit auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag richten.
Geplante Konjunkturhilfen in China dürften weiterhin für Gesprächsstoff sorgen
Um die chinesische Wirtschaft vor einem Abschwung zu bewahren und den gebeutelten Immobiliensektor zu stützen, hat die People’s Bank of China (PBoC) in der vergangenen Handelswoche eine ganze Reihen an Maßnahmen angekündigt. So sollen beispielsweise verschiedene Zinssätze gesenkt werden, um die Konjunktur anzukurbeln. Insgesamt hatten die in Aussicht gestellten Schützenhilfen bereits für Freudensprünge in Anlegerkreisen gesorgt. Gut möglich, dass die PBoC in den kommenden Tagen und Wochen weitere Maßnahmen ankündigt.
China-Daten und Jerome Powell zu Wochenbeginn im Blick
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders sollten Anleger bereits zu Wochenbeginn neue China-Daten im Auge behalten. Neben dem NPS-PMI-Index für die Produktion richtet sich der Blick auf den Sektor für das nicht-verarbeitende Gewerbe sowie den Dienstleistungssektor (03:00 Uhr).
Eine Rede durch Fed-Mitglied Michelle Bowmann steht bereits um 14:50 Uhr auf der Agenda. Chef Jerome Powell gilt es um 19:00 Uhr im Auge zu behalten.
Am Dienstag dürften die ISM-Daten für das verarbeitende Gewerbe auf Interesse stoßen (16:00 Uhr).
Mit Rapahel Bostic von dem Fed-Ableger in Atlanta (17:00 Uhr), Gouverneurin Lisa Cook (17:10 Uhr) könnte es weitere geldpolitische Impulse geben.
Auch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind weitere Ansprachen mit Barkin (Richmond), Bostic, Cook sowie Collins (Boston) geplant (00:15 Uhr).
ADP-Daten dürften ersten Appetizer auf NFPs abgeben
Für gewöhnlich sollten die ADP-Daten des Dienstleisters Automatic Data Processing einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen US-Jobbericht abgeben (14:15 Uhr). Ökonomen erwarten ein Stellenplus von 110.000 Einheiten, nach 99.000 Stellen im Vormonat.
Das Pendant zum ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe wird am Donnerstag um 16:00 Uhr publik.
Kashkari (Minneapolis) sowie Bostic runden den Donnerstag mit Ansprachen ab (16:40 Uhr).
Ökonomen erwarten leichtes Plus am US-Jobmarkt – Arbeitslosenquote dürfte bei 4,2 Prozent verweilen
Den Wochenhöhepunkt dürften die sogenannten Non-Farm Payrolls (NFPs) bilden. Fachleuten zufolge könnten in der größten Volkswirtschaft der Welt im September insgesamt 145.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft kreiert worden sein und damit etwas mehr als im August (142.000 Einheiten). Die Arbeitslosenquote dürfte folgerichtig bei 4,2 Prozent verweilen und damit so hoch wie im Vormonat.
FOMC-Mitglied John Williams reiht sich am Freitag um (15:00 Uhr) in den bestehenden Notenbanker Rede-Marathon ein.



