Das in Aussicht gestellte Stützungsprogramm des chinesischen Währungshüters für die eigene Wirtschaft dürfte dem deutschen Aktienmarkt in den kommenden Handelstagen möglicherweise weiter unter die Arme greifen. In diesem Zusammenhang könnte die Enttäuschung über die pessimistischen ifo-Konjunkturperspektiven gedeckelt werden. Gleichzeitig dürfte sich der Blick neben einer Rede durch Fed-Chef Jerome Powell auf die Publikation neuer US-Preisdaten richten.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Geplantes Konjunkturprogramm durch chinesische Zentralbank gibt Börsen Auftrieb
Das durch die People’s Bank of China (PBoC) angekündigte Konjunkturprogramm hat den deutschen Leitindex bereits am Dienstag erneut über die psychologisch wichtige 19.000-Punkte-Marke hieven lassen. Die chinesische Zentralbank wolle beispielsweise den Mindestreservesatz für Banken um 0,50 Prozentpunkte senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Gleichzeitig sollen auch die Hypothekenzinsen fallen, um den Immobilienmarkt zu stützen.
Die Freude über die geplante Lockerung der chinesischen Geldpolitik könnte in den kommenden Handelstagen- und Wochen anhalten.
Zahlreiche US-Konjunkturdaten am Donnerstag im Blick
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders geht es am heutigen Mittwoch weniger spektakulär zu.
Erst am Donnerstag rückt um 14:30 Uhr die Wachstumsrate des US-Bruttoinlandsprodukts in den Blickpunkt. Auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Auftragseingänge langlebiger Güter dürften zur gleichen Uhrzeit bewegen.
Rede-Marathon durch Fed-Vertreter dürfte geldpolitische Impulse senden
Ihre Aufmerksamkeit sollten Anleger am Nachmittag um 15:20 Uhr auf eine geplante Rede durch Jerome Powell legen. Zudem dürften sich auch weitere Fed-Vertreter äußern und somit für geldpolitische Impulse sorgen. Ab 15:10 Uhr folgen etwa Fed-Gouverneurin Adriana Kugler, Susan Collins (Boston) und Michelle Bowman (Gouverneurin). Ansprachen durch Michael Barr (stellvertretende Vorsitz für Aufsicht), Lisa Cook (Gouverneurin) und Neel Kashkari (Minneapolis) sind ebenfalls geplant.
US-Preisdaten könnten wichtige Inflationshinweise abgeben
Am letzten Handelstag der Woche dürfte zunächst das EU-Verbrauchvertrauen für Bewegung sorgen (11:00 Uhr).
Im Fokus stehen allerdings am Freitagnachmittag neue Daten zum sogenannten „PCE Kerndeflator“ für die persönlichen Konsumausgaben (14:30 Uhr). Erwartet wird neuesten Schätzungen zufolge ein Plus von 2,70 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,60 Prozent im Vormonat. Besagte Daten werden als wichtige Richtschnur in Bezug auf die zukünftige Teuerungsentwicklung angesehen.
In den USA lagen die eigentlichen Verbraucherpreise im August bei 2,50 Prozent und damit immer noch über der angepeilten Zielmarke von 2,0 Prozent.



