Robuste Konjunkturdaten, die Aussicht auf Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten sowie akzeptable Quartalszahlen aus dem Hause NVIDIA haben den US-Börsen in der vergangenen Handelswoche kräftig Auftrieb gegeben. Mit Veröffentlichung neuer US-Jobdaten dürfte der Fokus in den kommenden Tagen in diesem Zusammenhang abermals auf der US-Geldpolitik liegen.
50-Basispunkte-Schritt für September-Sitzung bleibt möglich – Zinsperspektiven ungewiss
Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert derzeit die Chance für eine Zinssenkung um 50 Basispunkte auf der kommenden September-Sitzung (18.09.) auf 30 Prozent, nach 36 Prozent von vor einer Woche. Für einen Zinsschritt um einen Viertelprozentpunkt beträgt die Wahrscheinlichkeit 70 Prozent.
Auch wenn Fed-Chef Jerome Powell auf dem jüngsten Notenbanker-Treffen in Jackson Hole eine Zinswende signalisiert hatte, bleiben die Fragezeichen über weitere Zinsschritte bestehen. Zudem dürfte der Markt eine Zinswende in wenigen Wochen mehr oder weniger eingepreist haben.
Konjunkturdaten und „Beige Book“ in erster Wochenhälfte als mögliche Impulsgeber
Während der Montag weniger relevante Impulsgeber vorsieht, dürfte es am Dienstag zunächst mit neuen Einkaufsmanagern von S&P Global für den Sektor des verarbeitenden Gewerbes spannend werden (15:45 Uhr).
Von noch höherer Priorität sollte allerdings ab 16:00 Uhr der ISM-Index für besagten Bereich sein. Ökonomen erwarten in diesem Fall ein Plus gegenüber dem Vormonat in Höhe von einem Zähler auf 47,8 Einheiten.
Am Mittwoch steht das sogenannte „Beige Book“ im Blickpunkt der Anleger (20:00 Uhr), welches einen Überblick über die aktuelle Wirtschaftslage in den USA abgibt.
ADP-Daten geben ersten Vorgeschmack auf Non-Farm Payrolls ab
Für gewöhnlich geben die ADP-Daten des Dienstleisters Automatic Data Processing am Donnerstag (14:15 Uhr) einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht ab.
Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr) dürften auch die ISM-Daten für den Dienstleistungssektor (16:00 Uhr) nach konjunkturellen Hinweisen abgeklopft werden. Gerechnet wird mit einem knappen Anstieg um 0,1 Punkte auf 51,5 Zähler.
US-Jobdaten könnten sich deutlich aufhellen – Erneute Enttäuschung nicht ausgeschlossen
Am Freitag werden indes die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) erwartungsgemäß um 14:30 Uhr publik, welche Anleger insbesondere nach dem mauen Jobbericht aus dem vergangenen Monat auf die Goldwaage legen dürften.
Fachleute erwarten ein Stellenplus in Höhe von 163.000 Einheiten, nach 114.000 neuen Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote könnte in diesem Zusammenhang von zuletzt 4,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte sinken.
Von der Inflationsseite her könnte allerdings die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne aufhorchen lassen. Erwartet wird ein Anstieg um 0,3 Prozent, nach 0,2 Prozent im Vormonat (per Monatsvergleich).



