Die neue Handelswoche dürfte ganz im Zeichen des alljährlichen Notenbankertreffens in Jackson Hole (Wyoming) stehen. Anleger sollten in den kommenden Tagen ihren Fokus somit insbesondere auf Reden durch geldpolitische Vertreter legen. Abzuwarten gilt, ob die zuletzt wieder rückläufigen US-Rezessionssorgen wieder aufflammen und Investoren auf dem falschen Fuß erwischen.
Fed-Vertreter weiterhin im Blick – Geldpolitische Impulse möglich
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte es am Montag zunächst überschaubar zugehen. Um 15:15 Uhr wartet auf Anleger eine Rede durch Fed-Gouverneur Christopher Waller, welche es in gewohnter Art und Weise nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt.
Bereits in der vergangenen Woche hatten sich zahlreiche Fed-Notenbanker geäußert und sich teilweise offen für Zinssenkungen im kommenden September ausgesprochen.
Auch am Dienstag sollten Anleger Ansprachen durch Raphael Bostic von der Atlanta-Fed (19:35 Uhr) sowie Michael Barr (Stellvertretender Vorsitzende für Aufsicht/20:45 Uhr) im Auge behalten.
Fed-Mitschriften und Notenbankertreffen dürften Aufmerksamkeit auf sich ziehen
Der Mittwoch steht ganz im Zeichen der Publikation der FOMC-Minutes (20:00 Uhr). Besagte Mitschriften können wichtige Hinweise über die jüngste Fed-Notenbanksitzung von vor zwei Wochen liefern.
Wenn sich ab Donnerstag die wichtigsten Notenbank-Vertreter auf dem Wirtschaftssymposium in Jackson Hole in den USA treffen, dürften Marktteilnehmer tendenziell ihre Füße stillhalten und etwa auf eine Ansprache durch Fed-Chef-Jerome Powell am Freitag warten (16:00 Uhr). Die Veranstaltung selbst geht am Samstag zu Ende.
Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr) stehen neue Einkaufsmanager aus dem Hause S&P Global am Donnerstagnachmittag (15:45 Uhr) allerdings noch im Fokus. Anleger könnten die Daten möglicherweise auf die Goldwaage legen. Ermutigende US-Konjunkturdaten hatten die zuletzt dominierenden Rezessionssorgen wieder in den Hintergrund rücken lassen. Eine Bestätigung dafür, dass es der US-Wirtschaft weniger schlecht geht als erwartet, dürften Investoren weiterhin suchen.
Berichtssaison läuft weiter – Unternehmen aus den zweiten und dritten Reihen legen Zahlen vor
In der immer noch laufenden Berichtssaison dürfte es weniger turbulent zugehen, zumal nahezu alle US-Schwergewichte ihre Zahlen bereits vorgelegt haben. Aus den zweiten und dritten Reihen legen am Dienstag beispielsweise Zoom und Synopsys ihre Zahlen vor und am Mittwoch Workday.
Gespannt warten Anleger weiterhin auf die Zahlen von NVIDIA, welche voraussichtlich nächste Woche Mittwoch veröffentlicht werden.



