Die laufende Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks entwickelt sich zusehends zum Einflussfaktor für den DAX. Die mauen Geschäftszahlen von Tesla und Google dürften auch Anleger hierzulande zur Kenntnis nehmen. Die politischen Turbulenzen in den USA haben sich im Gegenzug wieder etwas gelegt. Den Fokus gilt es neben der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten vor allem auf die US-Preisdaten am Freitag zu legen.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Joe Biden zieht sich im US-Wahlkampf zurück und schlägt US-Vizepräsidentin Harris vor
Der jüngste Rückzug Joe Bidens im US-Wahlkampf dürfte Anleger rund um den Globus weiter beschäftigen. Der aktuelle US-Präsident hatte am späten Sonntagabend mitgeteilt, dass er nicht mehr im Rennen um den Einzug in das Weiße Haus teilnehmen werden. Biden sprach sich indes für die aktuelle Vizepräsidentin Kamala Harris aus.
Einkaufsmanager enttäuschen hierzulande – US-Daten im Blick
Die Einkaufsmanager aus dem Hause HCOB für die Bundesrepublik Deutschland als auch für die Eurozone waren am Mittwochmorgen allesamt schwächer ausgefallen als gedacht. Folgerichtig dürften sich die Konjunktursichten damit weiter eintrüben.
Am Nachmittag richtet sich der Blick auf neue S&P Global Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor in den USA (14:30 Uhr). Investoren hoffen auf Lichtblicke in den Vereinigten Staaten.
ifo-Index dürfte sich leicht aufhellen – US-Konjunkturdaten im Fokus
Am Donnerstagmorgen dürfte zunächst der ifo-Geschäftsklimaindex die Aufmerksamkeit auf sich ziehen (10:00 Uhr). Das vielerorts beachtete Konjunkturbarometer könnte wichtige Impulse liefern. Erwartet wird ein Indexstand von 89 Punkten nach zuletzt 88,6 Zählern.
Auf US-Seite stehen am Nachmittag die Bestellungen langlebiger Güter auf der Agenda. Fachleute erwarten einen Anstieg um 0,4 Prozent, nach 0,1 Prozent im Mai (per Jahresmonatsvergleich).
Von noch größerem Interesse dürfte die BIP-Wachstumsrate für das zweite Quartal sein. Im Vergleich zum Vorquartal wird mit einem Plus um 1,9 Prozent gerechnet (zuvor: 1,4 Prozent).
PCE-Daten könnte an Dynamik verlieren – Deutsche Unternehmen präsentieren weiter ihre Q2-Ergebnisse
Der Freitag steht indes ganz im Zeichen der Veröffentlichung neuer PCE-Daten (Kernrate) um 14:30 Uhr. Besagte Daten dürften eine wichtige Indikation im Hinblick auf die zukünftige Inflationsentwicklung abgeben. Wenn es nach Ökonomen geht, könnte der Preisindex im Jahresmonatsvergleich um 2,5 Prozent angezogen haben und damit etwas weniger stark als im Monat zuvor (2,6 Prozent).
Die Kernteuerungsrate in den USA lag zuletzt bei 3,3 Prozent (Mai: 3,4 Prozent).
Impulse aus den USA könnten auch die finalen Michigan-Verbraucherstimmungsdaten liefern (16:00 Uhr).
In der Berichtssaison liegt heute der Fokus auf den Zahlen von Porsche und der Deutschen Bank. Am Freitag legen Mercedes-Benz sowie BASF ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vor.



