Nach Veröffentlichung der US-Inflationsdaten in der vergangenen Handelswoche dürften Anleger weiterhin wichtige Fed-Kommentare und Wirtschaftsdaten folgerichtig nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen. Neben der an Fahrt aufnehmenden US-Berichtssaison könnten auch die jüngsten politischen Geschehnisse in den USA Marktakteure beschäftigen.
Freude über Inflationsrückgang in den USA könnte anhalten – Powell-Rede im Blick
Die Freude über den Rückgang des Inflationsdrucks in den USA könnte auch mit in die neue Woche mitschwingen. Die am vergangenen Donnerstag publizierten Daten hatten eine stärkere Abschwächung der Teuerung signalisiert als gedacht. Mit 3,3 Prozent stieg die sogenannte Kernrate weniger stark an als von Ökonomen im Vorfeld geschätzt (3,4 Prozent). In diesem Zusammenhang wachsen nicht zuletzt die Zinssenkungsfantasien der Anleger.
Wie in der vergangenen Handelswoche dürfte eine Rede durch Fed-Chef Jerome Powell die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Am Montagabend (18:30 Uhr) kommt der Fed-Chef zu Wort. Seine Kollegin Daly von der San Francisco-Fed folgt um 22:35 Uhr.
US-Einzelhandelsumsätze und „Beige Book“ könnten bewegen
Am Dienstag stehen zunächst neue US-Einzelhandelsumsätze auf der Agenda (14:30 Uhr). Erwartet wird in diesem Fall keine Veränderung nach einem Plus von 0,1 Prozent im Mai (per Jahresmonatsvergleich).
Zur Wochenmitte dürften mit Barkin (Richmond/15:00 Uhr) und Waller (Gouverneur/15:35 Uhr) zunächst Fed-Reden in den Fokus der Marktteilnehmer rücken, bevor es zur Veröffentlichung des sogenannten „Beige Books“ kommt (20:00 Uhr). Das Beige Book berichtet gibt ein Lagebild über die aktuelle US-Wirtschaftslage ab.
Im Hinterkopf behalten sollten Anleger auch die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, auch wenn keine größeren Überraschungen zu erwarten sind.
Weitere Reden durch Logan (Dallas/19:45 Uhr) am Donnerstagabend sowie am Freitag mit Daly (Gouverneurin/00:05 Uhr), Bowman (01:45 Uhr), Williams (New York/16:40 Uhr) und Bostic (Atlanta/19:00 Uhr) runden die Handelswoche aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders ab.
BlackRock und Goldman Sachs präsentieren zu Wochenbeginn ihre Quartalszahlen
Hochkaräter warten in der US-Berichtssaison bereits am Montag mit BlackRock und Goldman Sachs. Am Dienstag folgen die Bank of America sowie Morgan Stanley. Zur Wochenmitte präsentieren unter anderem Johnson & Johnson und am Donnerstag Netflix über die vergangene Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Quartals.
Donald Trump wird bei Wahlkampfveranstaltung verletzt
Verletzt wurde Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Pennsylvania am vergangenen Wochenende. Der Angriff auf den 78-Jährigen dürfte auch Gesprächsthema an den Märkten sein. Am 5. November 2024 wählen die Vereinigten Staaten den zukünftigen US-Präsidenten.



