Nach Publikation zahlreicher Wirtschaftsdaten in der vergangenen Handelswoche gestaltet sich die Anzahl potenzieller Impulsgeber in den kommenden fünf Tagen vergleichsweise überschaubar. Doch mit einer geplanten Rede durch Fed-Chef Jerome Powell und Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten sollte die Aufmerksamkeitsspanne der Anleger weiterhin groß ausfallen. Auch der Startschuss zur Berichtssaison dürfte von Interesse sein.
Fed-Vertreter könnten geldpolitische Hinweise liefern – Alle Augen auf Jerome Powell
Erst am Dienstag dürfte es aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders spannend werden. Mit Michael Barr (stellvertretende Vorsitzender für Aufsicht/15:15 Uhr), Jerome Powell (17:00 Uhr) und Michelle Bowman (Gouverneurin/19:30 Uhr) kommen gleich drei Fed-Vertreter zu Wort.
Zur Wochenmitte gilt es erneut eine Rede durch den Fed-Chef (16:00 Uhr) nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen. Sein Kollege Austan Goolsbee (Chicago/20:30 Uhr) rundet den Tag ab.
Kernrate der US-Inflation könnte verharren – Erzeugerpreise am Freitag im Blick
Als Wochenhighlight dürfte ohne Frage am Donnerstag die Veröffentlichung neuer US-Verbraucherpreisdaten fungieren (14:30 Uhr). Erwartet wird für den Monat Juni ein Plus der Kernrate von 3,4 Prozent, nach ebenfalls 3,4 Prozent im Mai (per Jahresmonatsvergleich). Besagte Rate wird nicht zuletzt auch maßgeblich für die US-Notenbank angesehen.
Ökonomen erwarten, dass die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel deutlich an Schwung verloren haben (3,3 Prozent vs. 3,1 Prozent).
Am frühen Abend (17:30 Uhr) steht erneut mit Raphael Bostic (Atlanta) ein Fed-Vertreter im Fokus.
Am Freitag dürfte sich wie am Donnerstag die Aufmerksamkeit auf US-Preisdaten richten. Der sogenannte Erzeugerpreisindex (PPI) sieht einen Anstieg um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat vor (zuvor: -0,2 Prozent).
US-Großbanken geben traditionell den Startschuss zur Berichtssaison ab
Aus Unternehmenssicht richtet sich traditionell der Fokus auf die US-Großbanken, welche ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegen und damit die Berichtssaison in den USA eröffnen. Neben der Citigroup legen JPMorgan und Wells Fargo ihre Zahlen vor.



