In der neuen Handelswoche dürfte insbesondere die US-Notenbanksitzung zur Wochenmitte im Fokus stehen. Auch den offiziellen Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) gilt es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen. Die laufende Berichtssaison könnte zudem immer wieder für Impulse sorgen.
US-Notenbanksitzung dürfte ihre Schatten vorauswerfen – ADP-Daten im Blick
Zu Wochenbeginn verspricht der Wirtschaftsdatenkalender weniger relevante Impulsgeber. Umso mehr sollte sich der Blick der Anleger auf die am Mittwoch anstehende Fed-Notenbanksitzung richten, welche ihre Schatten vorauswerfen dürfte.
Am Dienstag gilt es um 16:00 Uhr zunächst neue Daten zum Verbrauchervertrauen vom Conference Board im Auge zu behalten, welches eine leichte Eintrübung erfahren könnte.
Zur Wochenmitte rücken neue ADP-Daten für den April in den Fokus (14:15 Uhr). Besagte Daten fungieren in der Regel als erster Vorgeschmack auf die Veröffentlichung der US-Jobdaten (NFPs) am Freitag. Ökonomen rechnen in diesem Fall mit einem Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 179.000 nach 184.000 Einheiten im März.
Der ISM-PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe gibt um 16:00 Uhr einen Überblick über den Zustand besagten Sektors. Erwartet wird in diesem Fall ein Rückgang gegenüber dem Vormonat in Höhe von 0,2 Punkten auf 50,3 Zähler.
Fed dürfte Zinsniveau unverändert lassen – Powell-Rhetorik im Fokus
Für 20:00 Uhr steht der Zinsentscheid durch die US-Notenbank auf der Agenda (20:00 Uhr). Ab 20:30 Uhr folgt für gewöhnlich die FOMC-Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell. Anleger erwarten nicht, dass der Währungshüter an den berüchtigten Zinsschrauben dreht. Vielmehr dürften die Märkte die Rhetorik durch Powell auf die Goldwaage legen. Die Märkte hoffen auf mögliche Zinssenkungssignale.
US-Arbeitsmarkt könnte schwächeln – Amazon, Apple und Coinbase legen Zahlen vor
Während der Donnerstag weniger interessante Daten vorsieht, dürfte sich der Fokus umso mehr auf den Freitag legen.
Um 14:30 Uhr erwarten Anleger die sogenannten „NFPs“, welche sich gegenüber dem Vormonat eintrüben könnten (303.000 Stellen vs. 243.000 Stellen). Die Arbeitslosenquote dürfte folgerichtig bei 3,8 Prozent verweilen und damit so hoch wie im Monat zuvor. Lohnend könnte auch der Blick auf die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne sein. Gerechnet wird in diesem Fall mit einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat nach ebenfalls 0,3 Prozent im März. Ein stärkerer Anstieg als erwartet dürfte die Inflationssorgen befeuern.
Die Handelswoche runden der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor (16:00 Uhr) sowie zwei Reden durch die Fed-Vertreter Goolsbee und Williams ab (01:45 Uhr).
In den USA dürften am Dienstag insbesondere die Zahlen des Onlinehändlers Amazon das Interesse auf sich ziehen. Am Donnerstag legen unter anderem der iPhone-Konzern Apple und die US-amerikanische Kryptobörse Coinbase ihre Zahlen vor.



