Mit über 2.740 Dollar kostet eine Ether Einheit so viel wie seit Ende Januar nicht mehr. Das aktuelle Momentum speist sich insbesondere aus einem Dreiklang aus institutionellem Interesse, Zuflüssen in Ether-Spot-ETFs und regulatorischen Signalen aus den USA. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte am Donnerstag eine langersehnte befristete Ausnahmeregelung für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren bekanntgegeben.
Erst am Dienstagabend hatte der US-Senat den „Clarity Act“ noch auf Eis gelegt und damit für regulatorische Enttäuschung gesorgt. Der Markt versteht Regulierung derzeit offensichtlich nicht als Bremsklotz, sondern als Leitplanke auf dem Weg zur finalen Salonfähigkeit.
Zusätzlich dürfte Ether von der sukzessiven Auflösung sogenannter Short-Positionen profitieren. Anleger, die im großen Stil auf fallende Kurse gesetzt haben, sehen sich zunehmend gezwungen, ihre Leeverkaufspositionen glattzustellen. Die in diesem Zusammenhang ausgelöste Dynamik dürfte das Aufwärtsmomentum zusätzlich befeuern.
Ethereum

Konjunkturdaten aus den USA im Blick – Geldpolitische Impulse denkbar - Xi-Trump-Gipfel voraus
Im Blick dürften in dieser Woche zudem verschiedene Konjunkturdaten in den USA stehen. Am Mittwoch werden etwa erste Zahlen zu den Einkaufsmanagern (S&P Global) um 15:45 Uhr für die Sektoren Dienstleistung, verarbeitendes Gewerbe und Gesamt erwartet, welche konjunkturelle Impulse abgeben könnten.
Zugleich wird der chinesische Staats- und Regierungschef Xi Jinping am Mittwoch in Washington erwartet sowie ein entsprechendes Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Donnerstag.
Die Auftragseingänge für langlebige Güter runden am Freitag die Handelswoche ab (14:30 Uhr).
Erst am vergangenen Mittwochabend hatte die US-Notenbank das Leitzinsniveau um 25 Basispunkte nach oben geschraubt und gleichzeitig einen weiteren Zinsschritt bis Ende des Jahres in Aussicht gestellt.




